Fowler-Christmas-Chapple-Syndrom

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Das Fowler-Christmas-Chapple-Syndrom, englisch auch als Fowler’s Syndrome bezeichnet, ist eine Blasenentleerungsstörung bei jungen Frauen infolge einer Störung am Blasenschließmuskel und tritt gehäuft im Zusammenhang mit Polyendokrinem metabolischem Ovarsyndrom auf.[1][2]

Schnelle Fakten Klassifikation nach ICD-10 ...
Klassifikation nach ICD-10
R39.1 Sonstige Miktionsstörungen
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ICD-10 online (WHO-Version 2019)
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Nicht zu verwechseln ist das Fowler-Syndrom, welches eine angeborene Erkrankung mit einer das Gehirn betreffenden Gefäßveränderung (zebrebrale Vaskulopathie) und in deren Folge ein Gewebsuntergang mit einer Hydrozephalie oder (Hydro-)Anenzephalie bezeichnet.[3]

Die Bezeichnung bezieht sich auf die Erstautorin der Erstbeschreibung aus dem Jahre 1985 durch die britische Ärztin Clare J. Fowler.[4]

Verbreitung

Die Häufigkeit wird mit unter 1 zu 1.000.000 angegeben.[2] Andererseits soll es sich um die häufigste Ursache des Harnverhaltes handeln.[5]

Klinik

Klinische Merkmale sind:[2]

  • Harnverhalt
  • Restharn
  • Abnorme Muskelaktivität im Elektromyogramm
  • Keine ersichtliche anatomische Auffälligkeit oder neurologische Störung

Als Komplikationen können Harnwegsinfekte auftreten.

Behandlung

Als Therapie kommt die Sakrale Neurostimulation oder Sakrale Neuromodulation infrage.[5]

Siehe auch

Literatur

  • C. J. Fowler, R. S. Kirby, M. J. Harrison: Decelerating burst and complex repetitive discharges in the striated muscle of the urethral sphincter, associated with urinary retention in women. In: Journal of Neurology, Neurosurgery, and Psychiatry, Band 48, Nr. 10, Oktober 1985, S. 1004–1009, PMID 4056803, PMC 1028539 (freier Volltext).
  • C. J. Fowler, T. J. Christmas, C. R. Chapple, H. F. Parkhouse, R. S. Kirby, H. S. Jacobs: Abnormal electromyographic activity of the urethral sphincter, voiding dysfunction, and polycystic ovaries: a new syndrome? In: BMJ (Clinical research ed.), Band 297, Nr. 6661, Dezember 1988, S. 1436–1438, PMID 3147005, PMC 1835186 (freier Volltext).

Einzelnachweise

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