Fran Lock

britische Lyrikerin und Essayistin From Wikipedia, the free encyclopedia

Fran Lock (* 28. Januar 1982 im Vereinigten Königreich[1] als Frances Janice Lock) ist eine britische Lyrikerin und Essayistin irischer Herkunft. Ihr Werk befasst sich aus politischem Blickwinkel mit Folklore, irischen und Traveller-Kulturen sowie klassischer Literatur.[2] Mit Hyena! (2023) war sie 2023 in der engeren Auswahl für den T. S. Eliot Prize.[3] 2024 folgte eine Nominierung für den PEN Heaney Prize.[4]

Leben

Lock stammt aus Kent[5] und wuchs in einer Pavee-Familie auf. Sie lebt in London.[2] Nach frühen Auftritten in der Londoner Open-Mic- und Spoken-Word-Szene gewann sie 2014 den ersten Preis beim Gedichtwettbewerb des Literaturmagazins Ambit[6] und belegte im selben Jahr den dritten Platz bei der Poetry Society’s National Poetry Competition.[2] Im Jahr 2020 wurde sie mit einer Arbeit zum Thema Impossible Telling and the Epistolary Form. Contemporary Poetry, Mourning and Trauma am Birkbeck College der University of London promoviert (Betreuer: Peter Fifield und Steve Willey).[7] Von 2022 bis 2023 war sie Judith E. Wilson Poetry Fellow an der University of Cambridge.[3] Sie ist Associate Editor der Verlagsgenossenschaft Culture Matters, gehört dem Editorial Advisory Board des Journal of British and Irish Innovative Poetry an und betreut die Kolumne Soul Food für Communist Review.[8]

Lock ist mit einem Mann verheiratet und identifiziert sich als queer/bisexuell.[9]

Wirken

Lock versteht ihre Poetik als bewusste Überbrückung der Kluft zwischen Bühne und Texten und betont das Politische des Persönlichen.[2] Ihre Texte befassen sich mit „feraler Subjektivität“ und „dirty animality“, Konzepte, die sie während ihrer Judith-E.-Wilson-Fellowship theoretisch durchdrang.[10] Zu ihren vielbeachteten Bänden zählen Flatrock (2011), The Mystic and the Pig Thief (2014), Dogtooth (2017), Muses and Bruises (2017), Ruses and Fuses (2018), Raptures and Captures (2019) und Contains Mild Peril (2019).[11] Ihre Gedichte erschienen in Poetry London (Ausgabe 98, Frühjahr 2021).[12] Als Autorin ist sie zudem bei Granta vertreten.[8] Mit Hyena! (2023) erreichte sie breite Aufmerksamkeit; der Band stand 2023 in der engeren Auswahl für den T. S. Eliot Prize.[3] Im Jahr 2024 folgte die Nominierung für den PEN Heaney Prize.[4] 2025 erschien bei roughbooks die zweisprachige Auswahl Manifest für eine Arbeiter:innenklassenpoetik.[13] Die Übersetzung entstand in Zusammenarbeit von Matthias Kniep und Léonce Lupette.[5]

Werke (Auswahl)

Weiterführende Literatur

  • Ailbhe Darcy: Twenty-First-Century Migrant Irish Poets in the UK. Martina Evans and Fran Lock. In: Anne Fogarty, Eugene O’Brien (Hrsg.): The Routledge Companion to Twenty-First-Century Irish Writing. Routledge, New York/London 2025, ISBN 978-1-03-230496-0, S. 143–154.
  • Gareth Farmer: Consent or Dissent? Poetry and the British Welfare State. In: Jess Cotton (Hrsg.): Literature and Institutions of Welfare. D. S. Brewer, Cambridge 2024, ISBN 978-1-84384-731-1, S. 77–98.

Einzelnachweise

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