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Francesco Gallo

piemontesischer Architekt, sowie Militär- und Vermessungsingenieur (1672-1750) From Wikipedia, the free encyclopedia

Francesco Gallo (* 6. November 1672 in Mondovì; † 20. Juni 1750 ebenda) war ein piemontesischer Architekt sowie Militär- und Vermessungsingenieur. Er ist vor allem für seine Kirchenbauten bekannt. Sein bedeutendstes Werk ist die Kuppel der Basilika von Vicoforte, die größte elliptische Kuppel der Welt.[1.1][2][3]

Francesco Gallo

Leben

Privatleben

Mondovì

Francesco Gallo wurde am 6. November 1672 im Ortsteil Piazza (Altstadt) von Mondovì geboren. Sein Vater Francesco, der Hauptmann war, starb noch vor seiner Geburt. Seine Mutter Bona Maria Ferrero war die Tante von Carlo Vincenzo Ferrero, Marchese d’Ormea, der ab 1717 Minister im Staatssekretariat des Herzogtums Savoyen war.

Über Francescos frühe Ausbildung ist nichts bekannt. Es muss sich jedoch schon in jungen Jahren mit großem Erfolg mit Mathematik und Architektur beschäftigt haben, denn bereits im Alter von zwanzig Jahren waren seine Dienste als Ingenieur und Architekt sehr gefragt.[1.2]

1694 heiratete Francesco Gallo Maria Teresa Vigliotti[4] (nach einer anderen Quelle: Viglietto[1.3]), die Tochter eines angesehenen Arztes,[1.3] mit der er sechs Kinder hatte.[4] Nach dem Tod seines Schwiegervaters erbte Francesco Gallo den Titel eines Vasallen von Battifollo.[1.3]

Sein jüngster Sohn, Giuseppe Maria, arbeitete mit ihm auf dem Gebiet der Architektur zusammen.[4]

Die Familie bewohnte ein Haus in der Nähe der Kathedrale San Donato in Mondovì, am Beginn der Straße, die heute Gallos Namen trägt.[1.4]

In seinen letzten Lebensjahren scheint Gallo Geldsorgen gehabt zu haben. So erinnerte er in einem Brief an den König an seine Verdienste und bat um eine bescheidene finanzielle Unterstützung. Ein ähnliches Gesuch richtete sein Sohn Gian Maria ein Jahr nach Francescos Tod an die Verwaltung der Basilika von Vicoforte.[1.4]

Militärdienst

1693 trat Gallo im Alter von 21 Jahren als Fähnrich II. Ranges in das Regiment von Mondovì der savoyischen Armee ein. Noch im selben Jahr wurde er zum Oberstfähnrich desselben Regiments befördert (dieser Dienstgrad entsprach in etwa dem heutigen Rang eines Hauptmanns).[1.5]

Herzog Viktor Amadeus II. von Savoyen wollte sich aus seiner Abhängigkeit von Ludwig XIV. befreien und sich mit dem Haus Habsburg verbünden. Daraufhin war eine französische Armee unter Nicolas de Catinat in Savoyen einmarschiert. In der Schlacht bei Staffarda hatte Viktor Amadeus II. im August 1690 eine vernichtende Niederlage gegen die französischen Truppen erlitten, die daraufhin fast ganz Savoyen besetzt hatte, nicht jedoch die Hauptstadt Turin. Im Oktober des gleichen Jahres hatte sich Savoyen der Wiener Großen Allianz angeschlossen und war damit auch offiziell zum Teilnehmer im Pfälzischen Erbfolgekrieg geworden.

1693 beschloss der Herzog, Pinerolo zu belagern. Die Festung Santa Brigida, die zur Verteidigung der Zitadelle diente, wurde von der französischen Garnison hartnäckig gehalten. Nach tagelanger Bombardierung wurde die Festung von den Franzosen selbst gesprengt, die sich daraufhin in die Zitadelle zurückzogen. Die Ingenieure waren bei dieser Belagerung von besonderer Bedeutung, und Francesco Gallo erhielt dafür seine erste Auszeichnung. Bei der anschließenden Eroberung der Festung kämpfte auch das Regiment von Mondovì in der ersten Reihe.[5]

In der Schlacht bei Marsaglia wurde Gallos Einheit fast völlig vernichtet. Er selbst erlitt sechs Verwundungen, davon eine, die als tödlich eingestuft wurde. Wider Erwarten überlebte Gallo, benötigte aber eine lange Zeit der Genesung und musste den Militärdienst schließlich quittieren.[5]

Aufträge für den Landesherren

Seine Treue zur Dynastie der Savoyer sowie seine Leistungen als Ingenieur während des Krieges hatten Gallo das volle Vertrauen von Viktor Amadeus II. eingebracht, der ihn daraufhin mit wichtigen Aufgaben betraute.

Landvermessung

Der Herzog wollte sich das Markgrafentum Finale Ligure sichern, das unter der Herrschaft von Philipp V. von Spanien stand. Zwar wollte er dieses Ziel auf diplomatischem Weg erreichen, jedoch wollte er auch auf einen möglichen Krieg vorbereitet sein. Dazu benötigte er genaue Karten sowohl der Landschaft als auch der dort vorhandenen Verteidigungsanlagen. Daher beauftragte der Herzog Gallo mit der Anfertigung dieser Karten. Heimlich und unter falschem Namen reiste Gallo in das fragliche Gebiet und erledigte, mit Unterstützung des Pfarrers von Varigotti, den Auftrag zur vollen Zufriedenheit des Herzogs.[5] Dieser erreichte sein Ziel später jedoch tatsächlich ohne Krieg.

Zu den weiteren Gebieten, mit deren Vermessung der Herzog Gallo beauftragte, zählen:

Sonstiges

Viktor Amadeus II., der inzwischen auch König von Sizilien geworden war, versuchte mehrmals, Gallo nach Turin zurückzuholen, um ihm die Leitung der Verteidigungs- und Verschönerungsarbeiten der Stadt zu übertragen. Dieser lehnte jedoch stets ab.[5] Er übernahm jedoch immer wieder Aufträge für seinen Landesherren. So inspizierte er beispielsweise die Festung Brunetta, die der König in der Nähe von Susa errichten ließ, nachdem bei deren Bau Probleme aufgetreten waren.[5]

Auf Einladung der Rechnungskammer (Camera dei conti, der Vorläufer des heutigen italienischen Rechnungshofes) hielt sich Gallo im Jahr 1717 zwei Monate zur Inspektion im Kloster Lucedio auf, wo er Arbeiten an den „Grangien, Bauernhöfen und Bewässerungskanälen“ durchführte.[4]

1726 schlug der König Gallo vor, nach Rom zu reisen, um die dortigen Aquädukte zu studieren. Anschließend sollte er eine Wasserleitung vom Val Sangone nach Turin entwerfen, allerdings wurde dieses Projekt letztendlich nicht verwirklicht[4] (erst anderthalb Jahrhunderte später wurde die Leitung dann doch noch gebaut[1.7]). Diese Reise gab Gallo aber die Gelegenheit, die Kuppeln des Pantheons, des Petersdoms sowie des Doms zu Florenz eingehend zu studieren. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse kamen ihm dann bei der Planung der Kuppel der Basilika von Vicoforte zugute.[5]

Straßenbau

Laut G. C. Chiechio war Gallo auch maßgeblich im Bereich Straßenbau tätig. Allerdings fehlen diesbezüglich konkrete Unterlagen. Es gibt nur in einem Manuskript einen Hinweis darauf, dass Gallo für den Bau der Straße verantwortlich war, die in Mondovì die Stadtteile Breo (Unterstadt) und Piazza (Altstadt) miteinander verbindet und für deren Realisierung aufgrund der schwierigen topografischen Verhältnisse der Bau von mehrbogigen Viadukten am Hang erforderlich war.[1.8]

Wirken als Architekt

Nach seinem Ausscheiden aus dem Militärdienst widmete sich Francesco Gallo wieder seinen mathematischen und naturwissenschaftlichen Studien unter der Leitung des Architekten und Ingenieurs Antonio Bertola. Die freundschaftlichen Verbindungen von Gallos Familie zu Giovanni Battista Isnardi di Castello, dem Bischof von Mondovì, waren von entscheidender Bedeutung für Gallos weiteren Werdegang, da sich diese Diözese zu einem Schwerpunkt seiner beruflichen Tätigkeit entwickeln sollte.[4][5]

Stilistische Entwicklung

Fassade der Chiesa di Sant'Ambrogio in Cuneo

Die erste von Francesco Gallo erbaute Pfarrkirche, San Giovanni Battista in Frabosa Soprana aus dem Jahr 1701, war noch ein vergleichsweise strenger rechteckiger Saalbau mit seitlichen Wandpfeilerkapellen und halbrunder Apsis.[6] Schon bald entstanden nach Gallos Entwürfen aber auch ausgesprochen barock gestaltete Kirchen mit geschwungenen Formen und reichhaltig dekorierten Wänden,[6] wenngleich auch später noch vergleichsweise einfach gestaltete Bauten vorkommen.[6] In der Pfarrkirche Sant’Ambrogio in Cuneo zeigt sich dieser Barockstil erstmals deutlich: Die Fassade ist konkav, wobei ihre plastische Wirkung durch Säulen und kleinen Exedren betont wird.[4]

Eine für Gallo typische Bauform ist eine Kirche mit kreuzförmigem Grundriss, Vierungskuppel und den Raum erweiternden seitlichen Nischen.[6]

Gallo bevorzugte weitläufige Räume, die möglichst nicht durch Pfeiler oder Säulen unterbrochen sind; stattdessen griff er lieber auf wandgebundene Pilaster zurück.[1.9] Bei den Grundrissen der von ihm entworfenen Kirchen bevorzugte Gallo das griechische Kreuz, da hier die Gemeinde dicht bei dem zentralen Punkt nahe Altar und Kanzel platziert werden konnte.[1.9] Auch verzichtete er möglichst auf Trennwände, um den Gläubigen freie Sicht auf den Priester und den Prediger zu gewährleisten.[1.9]

Typisch für die Fassade der meisten von Gallo gestalteten Kirchen war unverputztes Ziegelmauerwerk,[1.10] erstmals von ihm eingesetzt bei der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Carrù.[1.11]

Die Basilika von Vicoforte

Die Basilika von Vicoforte
Kuppel der Basilika von Vicoforte

Bereits 1692, im Alter von nur 20 Jahren, wurde Francesco Gallo mit den Planungen zu Fortsetzung des von Ascanio Vittozzi begonnenen und jahrzehntelang unterbrochenen Baus der Basilika von Vicoforte beauftragt.[1.1][1.12] Die Kirche war zu diesem Zeitpunkt bis zum Gesims, auf das die Kuppel aufgesetzt werden sollte, fertiggestellt. Allerdings waren die Zeichnungen von Vittozzi sowie das von ihm angefertigte Holzmodell zwischenzeitlich verlorengegangen.[1.12][5] Die Fertigstellung verzögerte sich jedoch erneut, da der Krieg bevorstand und der Herzog 1706 den Bau der Superga gelobte, die anstelle der Basilika von Vicoforte als neue Grablege der Savoyer ausgewählt wurde. Damit war die Finanzierung des Baus nicht mehr gesichert. In der Folge stellte Gallo lediglich zwei Seitenkapellen fertig.[1.13] Erst nach 30 Jahren wurde Gallo erneut gebeten, die Kirche durch den Bau der Kuppel zu vollenden.[5]

Die zu überwölbende Öffnung besaß einen elliptischen Grundriss mit einer Hauptachse von 36,25 Metern und einer Nebenachse von 25 Metern[5] (nach anderen Quellen: 37,23 bzw. 24,89 m[2][7]). Zur damaligen Zeit hatten weltweit nur drei Gebäude Kuppeln mit einem größeren Durchmesser: Der Petersdom mit 42,6 Metern Durchmesser, das Pantheon in Rom mit 42,4 Metern sowie der Dom zu Florenz mit 42,2 Metern.[1.14][5] Die beiden erstgenannten Kuppeln hatten jedoch einen kreisrunden und die letztgenannte einen achteckigen Grundriss. Die Kuppel der Basilika von Vicoforte sollte von den Ausmaßen her zwar nicht größer sein als diese drei, allerdings stellte der ovale Grundriss aufgrund der ständig wechselnden Krümmung deutlich höhere Anforderungen an den Architekten, was das Projekt zur bis dahin komplexesten Kuppelkonstruktion überhaupt machte.[1.15]

Gallo wandte sich mit der Bitte um Rat an den bekannten Architekten Filippo Juvarra. Dieser reiste nach Mondovì, nahm die Kirche und Gallos Planungen in Augenschein und riet diesem daraufhin aufgrund der Risiken von dem Projekt ab.[1.16] Gallo entschloss sich letztendlich jedoch, das Wagnis einzugehen. 1728 wurden seine Pläne von der Verwaltung der Basilika genehmigt und die Bauarbeiten begannen.[1.17]

Während Vittozzi für die Basilika höchstwahrscheinlich keinen Tambour im Sinn gehabt hatte, sahen Gallos Planungen nun einen solchen vor.[8] Außerdem setzte Gallo auf die Mitte der Kuppel noch eine Laterne auf.

Im Tambour befinden sich umlaufend zwei übereinander angeordnete Reihen von Fenstern. Im zylindrischen Teil sind diese in acht Dreiergruppen angeordnet, wobei Gallo das mittlere Fenster jeweils betont hat – abwechselnd entweder durch eine etwas größere Höhe oder durch die Anbringung eines zusätzlichen kleinen Rundfensters darüber. Im unteren Bereich der Kuppel (auf der Außenseite jedoch noch im zylindrischen Tambour) befinden sich zudem acht große Rundfenster.

Sowohl der Tambour als auch die Kuppel wurden aus Ziegeln gemauert. Um den Horizontalschub abzufangen, integrierte Gallo drei eiserne Ringanker mit einem Gesamtquerschnitt von ca. 140 cm², nämlich jeweils zwei mit einem Querschnitt von 40 × 70 mm unmittelbar über den ovalen Fenstern in der Kuppel sowie am oberen Ende des Tambours sowie einen mit 50 × 55 mm unmittelbar unter den ovalen Fenstern.[7] Im Jahr 1987 wurden am unteren Ende des Tambours zusätzlich 14 Gruppen von tangentialen Zugankern installiert, bestehend aus je vier übereinander angeordneten Stahlstäben mit je 32 mm Durchmesser. Diese Zugstäbe, die normalerweise im Spannbetonbau zum Einsatz kommen, befinden sich jeweils einzeln in Kanälen, die in das Ziegelmauerwerk gebohrt wurden. Mit Hilfe von Muttern können die Stäbe jederzeit leicht nachgespannt werden.[9]

Die gesamte Außenseite des Tambours ist als Sichtmauerwerk ausgeführt. Dies entsprach nicht nur Gallos allgemeiner Vorliebe für diese Bauart, sondern hatte auch finanzielle Gründe. Der König hatte inzwischen den Bau der Basilika von Superga in Auftrag gegeben, die auch als künftige Grablege für das Haus Savoyen vorgesehen war. Daher fiel die finanzielle Unterstützung für die Basilika von Vicoforte durch das Herrscherhaus weg. Somit war eine Verkleidung der Fassade mit Sandstein, wie bei den bereits vorhandenen Teilen der Kirche, nicht mehr möglich.[1.18]

Da Gallo aufgrund anderer Projekte häufig abwesend war, übertrug er mit Zustimmung der Verwaltung dem Baumeister Domenico Pinchetto aus Como die Bauleitung. Dieser wurde von Baumeister Bernardo Antonietti aus Lugano sowie von Gallos eigenem Sohn Gian Maria unterstützt.[1.19][Anm. 1]

Aufgrund von Mängeln bei der Bauausführung musste zunächst der oberste Teil des existierenden Bauwerks teilweise wieder abgerissen werden.[1.20][1.21] Dann folgte der Bau des Tambours. Mit dem Bau der eigentlichen Kuppel wurde im Juni 1731 begonnen, bereits im Oktober desselben Jahres war sie fertiggestellt.[1.22] Nachdem sie für den Winter provisorisch eingedeckt worden war, konnte am 22. Mai 1732 schließlich das Lehrgerüst entfernt werden.[1.23][2] Bis 1733 waren die dauerhafte Eindeckung der Kuppel und der Bau der Laterne abgeschlossen. Im Herbst 1735 erfolgte der abschließende Verputz der Gewölbeunterseite und der Tambourwandung. Die Erstellung der Gemälde zog sich von Frühjahr 1736 bis 1748 hin.[1.24] Erst dann konnte das Hauptgerüst entfernt und die 1594 errichtete Kapelle, die sich immer noch innerhalb der Basilika befand, abgebrochen werden. Wenige Monate bevor die letzten Arbeiten vollendet werden konnten, starb Gallo.

In den Unterlagen und Archiven der Basilika finden sich laut G. C. Chiechio keinerlei Hinweise darauf, dass Francesco Gallo jemals eine Bezahlung oder Zuwendung für seine Arbeit erhalten hat.[1.4] Dagegen soll Gallo nach anderen Quellen im Jahr 1728 für die Anfertigung der Pläne bezahlt worden sein.[8]

Tod

Gallo starb am 20. Juni 1750 im Alter von 77 Jahren in Mondovì. Er wurde in der dem Heiligen Johannes dem Täufer geweihten Kapelle in der Kirche Nostra Donna beigesetzt,[1.25] an deren Umgestaltung er einst selbst beteiligt war. Beim Einmarsch napoleonischer Truppen wurde das Kloster aufgegeben und die Kirche in der Folge als Lagerhaus und Stall genutzt. Im Winter 1805/1806 wurden der von Gallo errichtete Glockenturm sowie der Großteil der übrigen Kirche zerstört, unter anderem durch die Entfernung sämtlicher Zuganker.[1.26][Anm. 2] Dabei wurde auch Gallos Grabmal zerstört. Heute befindet sich in dem Gebäudekomplex ein humanistisches Gymnasium.[10] Die Reste der Kirche wurden zu einer kleinen Kapelle umgebaut.

Werke (Auswahl)

Kirchen

Chiesa di Maria Vergine Assunta in Carru
Santa Caterina d’Alessandria in Garessio
Innenraum der Kirche Santissima Trinità in Fossano
Kathedrale San Donato in Mondovì
  • Pfarrkirche San Giovanni Battista in Frabosa Soprana (1701–1730)[11]
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Carrù (1703–51)[12]
  • Pfarrkirche Sant’Ambrogio in Cuneo (1703–43)[13]
  • Kirche und Abtspalast San Dalmazzo in Borgo San Dalmazzo (1705–15)
  • Kirche San Giuseppe der Bruderschaft der Barmherzigkeit (Unbeschuhte Karmeliten) in Mondovì (1708–17) (die erste von Gallo in seiner Heimatstadt gebaute Kirche)[14][15]
  • Kirche der Bruderschaft vom Heiligen Kreuz in Cuneo (1709–1715) (Komplettrenovierung)[16]
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Savigliano: Chor und Sakristei (1709–1717)[17]
  • Pfarr- und Klosterkirche Nostra Donna in Mondovì: Sakristei, Glockenturm[1.26] (1711–40)
  • Pfarrkirche Chiesa dei Santi Pietro e Paolo Apostoli in Sanfrè (1712)[6][18]
  • Konventkirche und Kloster Santa Chiara in Mondovì (1712–24)[6][19]
  • Pfarrkirche St. Peter und Paul in Neive: Gesamtentwurf, aber nur der Glockenturm wurde realisiert (1712–1729)[20]
  • Kirche der Bruderschaft der Barmherzigkeit in Bene Vagienna (1713–53)[4]
  • Kirche San Francesco in Busca: Innenausstattung (1713–14)
  • Kirche San Giovanni Decollato der Bruderschaft der Barmherzigkeit in Villafalletto: Glockenturm (1715)[21]
  • Pfarrkirche Sant’Antonio Abate in Priero (1716–21)[22]
  • Jesuitenkirche Sant’Ignazio in Saluzzo: Hochaltar (1717/1725) (seit 1803 in der Pfarrkirche Santa Maria delle Grazie in Lagnasco)[23]
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Busca (1717–29)[24][25]
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Garessio (1717–29)[26]
  • Pfarrkirche der Grangie von Leri (1719–23)[4]
  • Pfarrkirche San Giovanni Battista in Racconigi (1719–30)[6][27]
  • Pfarrkirche Sankt Peter und Paul in Mondovì: Vergrößerung der Kirche durch Anbau zweier zusätzlicher Seitenkapellen (1720–55)[28]
  • Basilika von Vicoforte: Kuppel (1721–39), Kapellen des Hl. Benedikt (1702) und der Allerheiligsten Jungfrau (1738–51)[26]
  • Kirche Santi Andrea e Ponzio in Dronero: Tambour mit Kuppel über dem Hochaltar (1722)[29]
  • Abteikirche San Pietro in Vincoli (deutsch St. Peter in den Ketten) in Villar San Costanzo (1722–24) (unter Einbeziehung eines Vorgängerbaus aus dem späten 11. Jahrhundert)[30][31][32][33]
  • Pfarrkirche San Siro in Roburent: Neugestaltung der Fassade (ab 1722)[4]
  • Bruderschaft vom Heiligsten Namen Jesu in Dogliani (1722–56)[34]
  • Abteikirche San Pietro in Savigliano: Glockenturm (1722–26)[35]
  • Pfarrkirche Santa Caterina in Garessio (1723–40)[36]
  • Mariä-Geburt-Kirche in Marene (1723–41)[37]
  • Pfarrkirche Santa Margherita in Margarita (1725–48)[38]
  • Kollegiatkirche St. Peter und Paul in Carmagnola: Hochaltar (1726)[39]
  • Kloster Casanova in Carmanogla: Umbau der Kirchenfassade im Barockstil (Anfang 18. Jh.)[40]
  • San Pietro Apostolo (Kirche der Erzbruderschaft der Apostel Petrus und Paulus) in Casale Monferrato (1727–42)[41]
  • Pfarrkirche Santa Maria della Pieve in Cuneo: Chorraum/Apsis (1725)[42][43]
  • Pfarrkirche San Marco Evangelista in Rocca de’ Baldi (1725 Erhöhung des Mittelschiffs, Gewölbe, 1728 Hochaltar)[44]
  • Kirche der Bruderschaft Mariä Verkündigung in Busca (1728–35)[45]
  • Santuario della Beata Vergine del Pilone in Moretta (Glockenturm, Sakristei und Nebengebäude) (1728–1742)[46]
  • Kirche der Allerheiligsten Dreifaltigkeit in Fossano (1730–39)[47]
  • Pfarrkirche San Giovanni Battista in Barge (unter Einbeziehung von Teilen des teilweise eingestürzten Vorgängerbaus aus dem 11. Jahrhundert, darunter der Glockenturm; das Kirchenschiff besitzt ebenfalls eine elliptische Kuppel) (1730–1772)[48][49]
  • Pfarrkirche Mariä Geburt in Morozzo (1728–40)[50]
  • Kirche San Filippo Neri in Mondovì Breo (1736–57) sowie das angrenzende Kloster (nur Entwurf; Fertigstellung 1769 durch Bernardo Antonio Vittone)[51]
  • Kirche der Bruderschaft der Hl. Maria und der Hl. Katherina in Ceva (1734–35)[52]
  • Kirche Santa Croce und San Bernardino in Cavallermaggiore (1734–43)[53]
  • Kathedrale San Donato in Mondovì: (1743–53)[54]
  • Pfarrkirche San Nicolao Vescovo in Alice Castello (1743–60) (zugeschrieben)[55]
  • Kirche Santo Stefano in Mondovì: Glockenturm (1748)[26]
  • Kirche Madonna dei monti in Niella Belbo (zugeschrieben)[56]

Sonstige Gebäude

Ehrungen

  • In seiner Heimatstadt Mondovì ist die Via Francesco Gallo (Standort) bei der Kathedrale San Donato nach ihm benannt. Den gleichen Namen trägt eine Straße (Standort) direkt vor der Basilika von Vicoforte.

Literatur

  • G. C. Chiechio: L’ingegnere ed architetto Francesco Gallo, 1672–1750, G. Derossi, Turin 1886.
  • Attilio Bonino: Francesco Gallo: architetto, Anfossi, Turin 1928.
  • Nino Carboneri: L’architetto Francesco Gallo, 1672—1750, Società Piemontese d’archeologia e di belle arti; nuova Serie, volume II, Turin 1954.
  • Enrico Mattiello: Gallo, Francesco Federico. In: Fiorella Bartoccini (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 51: Gabbiani–Gamba. Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1998.
  • V. Comoli, L. Palmucci (Hrsg.): Francesco Gallo 1672–1750. Un architetto ingegnere tra Stato e provincia , Celid, Turin 2000, ISBN 978-88-7661-450-7.[Anm. 4]
Commons: Francesco Gallo – Sammlung von Bildern

Anmerkungen

  1. Wie im Abschnitt Privatleben nachzulesen ist, arbeitete Francesco Gallo beruflich mit seinem Sohn Giuseppe Maria zusammen. Anhand der vorliegenden Quellen ließ sich nicht nachvollziehen, ob in einer der Quellen der Name falsch wiedergegeben wird, ob der Sohn zwei Vornamen hatte oder ob es sich tatsächlich um zwei verschiedene Söhne handelt.
  2. Laut G. C. Chiechio waren dafür die Jakobiner verantwortlich.
  3. Während der Bauausführung umgestaltet; der ebenfalls von Gallo geplante Neubau der alten Basilika wurde nicht umgesetzt.
  4. Erschienen anlässlich einer Ausstellung in der Kirche San Filippo Neri in Mondovì Breo vom 19. Oktober bis 24. November 2000 sowie der Studientage vom 23. und 24. November am Politecnico di Torino.

Einzelnachweise

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