Francis Gruber

französischer Maler From Wikipedia, the free encyclopedia

Francis Gruber (* 15. März 1912 in Nancy; † 1. Dezember 1948 in Paris) war ein französischer Maler des Neorealismus.

Selbstporträt, 1942

Leben

Francis Gruber wurde als Sohn des renommierten Glasmalers Jacques Gruber in Nancy geboren. Schon früh wurde er für sein außergewöhnliches Talent im Zeichnen und Malen anerkannt, obwohl ihn gesundheitliche Probleme daran hinderten, eine traditionelle Schulausbildung zu absolvieren. Er begann eine künstlerische Ausbildung an der Skandinavischen Akademie in Paris unter Othon Friesz und Charles Dufresne und knüpfte Kontakte zu namhaften Künstlern wie Pierre Tal-Coat und Charles Walch.

In den 1940er Jahren verkehrte er im Viertel Montparnasse mit Persönlichkeiten wie Giovanni Giacometti und Antonin Artaud und heiratete 1941 die Tochter des Dramatikers Henry Bernstein.[1]

Grubers bemerkenswertes Werk Nu assis (Sitzender Akt) brachte ihm 1947 den Nationalpreis ein, doch er starb im folgenden Jahr im Alter von 36 Jahren an Tuberkulose. Während andere sich mit abstrakter Kunst beschäftigten, setzte sich Gruber für die figurative Kunst ein, tief geprägt von den tragischen Realitäten des Zweiten Weltkriegs. Er war der Überzeugung, dass Künstler von historischen Ereignissen tiefgreifend beeinflusst werden, und drückte dies durch eine Konzentration auf die menschliche Figur aus, die sich durch komplexe und intensive Zeichnungen auszeichnet.[1]

Sein Werk spiegelt die grafischen Traditionen früherer Meister wie Jacques Callot, Bosch, Matthias Grünewald und Albrecht Dürer wider und etablierte ihn als eine Schlüsselfigur der jüngeren Malergeneration der 1950er Jahre.[1]

Werke (Auswahl)

Literatur

Commons: Francis Gruber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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