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Franciscus Antonius Hubertus Schreinemakers

Niederländ. Chemiker; Prof. Dr. From Wikipedia, the free encyclopedia

Franciscus Antonius Hubertus Schreinemakers (* 1. September 1864 in Roermond; † 20. Februar 1945 ebenda) war ein niederländischer Physikochemiker.

F. A. H. Schreinemakers, 1917

Leben

Nach dem Schulbesuch machte Schreinemakers eine Ausbildung zum Grundschullehrer, die er 1882 abschloss. Neben seiner Tätigkeit bildete er sich in der Mathematik und in den Naturwissenschaften weiter. 1887 ging er an die Universität Leiden, wo er Vorlesungen von Hendrik Antoon Lorentz, Jacob M. van Bemmelen und Antoine P. N. Franchimont besuchte. 1890 nahm er eine Stelle als Lehrer in Leiden an und arbeitete in seiner Freizeit auf Anregung von van Bemmelen in einem Labor für anorganische Chemie, wo er Hendrik Willem Bakhuis Roozeboom, der Dozent an der Universität war, kennenlernte. Durch diesen wurde er angeregt, sich in Fortführung der Arbeiten von Josiah Willard Gibbs mit der Thermodynamik und speziell mit Mehrphasensystemen zu beschäftigen. Als Roozeboom 1896 eine Professur an der Universität von Amsterdam erhielt, konnte er dessen Dozentenstelle besetzen.

1898 wurde ihm von der Universität Leiden der Ehrendoktortitel verliehen.[1] 1901 wurde er zum Professor ernannt. Speziell im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts publizierte er eine Vielzahl von Arbeiten über die Eigenschaften von Mehrkomponentensystemen und deren Phasen. Viele Publikationen erschienen in deutscher Sprache in der Zeitschrift für Physikalische Chemie. Ab 1924 veröffentlichte er überwiegend Arbeiten über Osmose.

1906 wurde er Mitglied der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften (KNAW).[2] Die Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen nahm ihn 1913 als korrespondierendes Mitglied auf.[3]

Literatur

  • W. P. Jorissen: Levensbericht F.A.H. Schreinemakers. In: KNAW (Hrsg.): Jaarboek, 1945–1946. Amsterdam, S. 209–214 (knaw.nl [PDF]).

Einzelnachweise

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