Franciszek Kaim
polnischer Beamter
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Franciszek Kaim (* 13. Februar 1919 in Wola Drwinska, Gmina Drwinia; † 11. September 1996) war ein Politiker der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR), der unter anderem zwischen 1967 und 1970 Minister für Schwerindustrie, von 1970 bis 1979 Stellvertretender Ministerpräsident der Volksrepublik Polen sowie zugleich zwischen 1976 und 1980 Minister für Metallurgie war.
Leben
Franciszek Kaim, Sohn von Wojciech Kaim, begann nach dem Schulabschluss seine berufliche Laufbahn im Stahlwerk Bobrek (Huta Bobrek) als Schichthelfer in der Hochofenabteilung und wechselte anschließend zum Stahlwerk Małapanew (Huta Małapanew), wo er sich vom Schichthelfer zum Leiter der Gießereiabteilung aufstieg. Er absolvierte zudem ein Studium der Metallurgie an der AGH Wissenschaftlich-Technischen Universität Krakau, das er 1948 beendete, und wurde 1951 Mitglied der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei PZPR (Polska Zjednoczona Partia Robotnicza) sowie zum Generaldirektor der Huta Małapanew ernannt. 1953 wurde er zunächst zum Staatssekretär im Ministerium für Metallurgie ernannt sowie 1957 zum Staatssekretär im Ministerium für Schwerindustrie ernannt und war als solcher Vertreter der damaligen Minister Kiejstut Żemaitis,[1] Franciszek Waniołka (1959 bis 1962)[2] Zygmunt Ostrowski (1962 bis 1965)[3] und Janusz Hrynkiewicz (1965 bis 1967)[4]
Am 21. November 1967 übernahm Kaim in der fünften Regierung von Ministerpräsident Józef Cyrankiewicz.[5] von Janusz Hrynkiewicz selbst den Posten des Ministers für Schwerindustrie (Minister przemysłu ciężkiego) und verblieb in diesem Ministeramt bis 23. Dezember 1970.[6][7]
Daraufhin fungierte Franciszek Kaim vom 23. Dezember 1970 bis zum 8. Februar 1979 stellvertretender Ministerpräsident der Volksrepublik Polen (Wiceprezes Rady Ministrów) in den nachfolgenden Regierungen von Ministerpräsident Piotr Jaroszewicz.[8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][20] Auf dem V. Parteitag (11. –16. November 1968) wurde er zunächst Kandidat sowie auf dem darauf folgenden VI. Parteitag (6. –11. Dezember 1971) zum Mitglied des Zentralkomitees (ZK) gewählt und gehörte diesem Parteigremium bis zum 9. Februar 1981 an.
Er wurde ferner am 28. März 1972 für die PZPR zudem Mitglied des Parlaments Sejm und gehörte diesem bis zum 18. Februar 1980 an, wobei er in der sechsten Legislaturperiode (1972 bis 1976) den Wahlbezirk „Nr. 14 Toruń“ sowie in der siebten Legislaturperiode (1976 bis 1980) den Wahlbezirk „Nr. 14 Elbląg“ vertrat. Im Oktober 1974 wurde er mit der Untersuchung eines Unglücksfalls in der Kupferhütte in Głogów beauftragt.[21]
Er bekleidete außerdem vom 27. März 1976 bis zum 8. Oktober 1980 in den Regierungen von Piotr Jaroszewicz, Edward Babiuch[22] und Józef Pińkowski[23] das Amt des Ministers fü Metallurgie (Minister hutnictwa).[24][25] Kaim, dem 1979 die Ehrendoktorwürde der AGH Wissenschaftlich-Technischen Universität Krakau verliehen wurde, wurde nach der Verhängung des Kriegsrechts am 13. Dezember 1981 als politischer Mitarbeiter von Edward Gierek[26] zeitweise interniert.
Für seine Verdienste in der Volksrepublik Polen wurde Franciszek Kaim mehrfach ausgezeichnet und erhielt unter anderem den Orden des Banners der Arbeit, das Ritter-, Offiziers- und Komturkreuz des Ordens Polonia Restituta sowie Verdienstkreuz in Gold. Er war mit Anna Maria Kościelniak (1923–2015) verheiratet und wurde nach seinem Tode wurde er auf dem Powązki-Militärfriedhof in Warschau beigesetzt.
Weblinks
- Kaim Franciszek (1919–1996). Sejm (polnisch).
- Franciszek Kaim. Instytutu Pamięci Narodowej (IPN) Biuletyn Informacji Publicznej (polnisch).
- Kaim, Franciszek. rulers.org (englisch).