Frank Calegari

australischer Mathematiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Francesco Damien „Frank“ Calegari (* 15. Dezember 1975[1]) ist ein australischer Mathematiker, der sich mit Zahlentheorie befasst.

Frank Calegari, Oberwolfach 2007

Leben

Calegari besuchte die Schule und Universität (Bachelor-Abschluss) in Melbourne[2] und wurde 2002 bei Kenneth Ribet an der University of California, Berkeley, promoviert (Ramification and semistable abelian varieties).[3] Von 2002 bis 2006 war er Benjamin Peirce Assistant Professor an der Harvard University. Er lehrte an der Northwestern University und ist Professor an der University of Chicago.

Er befasst sich mit Zahlentheorie von Modulformen und automorphen Formen und der Reziprozitätsvermutung im Langlands-Programm (Verbindung mit Galois-Darstellungen). Mit Akshay Venkatesh arbeitete er an dessen Programm der Einbeziehung von Torsion in das Langlands-Programm. Mit Yunqing Tang und Vesselin Dimitrov bewies er die Vermutung von Atkin und Swinnerton-Dyer über unbeschränkte Nenner, der zufolge eine Modulform, die bei eine Entwicklung mit ganzzahligen Koeffizienten besitzt, zu einer Kongruenzuntergruppe assoziiert sein muss, womit algebraische Funktionen, die unter keiner Kongruenzuntergruppe von invariant sind, also unbeschränkte Nenner haben müssen.

Calegari war 5 year Fellow am American Institute of Mathematics. 2010/2011 war er von Neumann Fellow am Institute for Advanced Study.[4] 2022 hielt er einen Plenarvortrag auf dem Internationalen Mathematikerkongress (30 years of modularity: number theory since the proof of Fermat's last theorem).[5] 2025 wurde Calegari zum Mitglied der American Academy of Arts and Sciences gewählt, 2026 zum Mitglied der Royal Society. Für 2026 wurde er mit dem Colepreis in Zahlentheorie ausgezeichnet gemeinsam mit Vesselin Dimitrov und Yunqing Tang.[6]

Er ist ein jüngerer Bruder von Danny Calegari.

Schriften

Commons: Frank Calegari – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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