Frank Karlitschek
deutscher Open-Source-Entwickler (Nextcloud)
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Frank Karlitschek (* 25. Juli 1973 in Reutlingen) ist ein deutscher Open-Source-Softwareentwickler aus Stuttgart, bekannt als Gründer und Entwickler der Cloud-Software ownCloud (2010) und deren Fork Nextcloud (2016).

Leben
Frank Karlitschek studierte Informatik an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Freie Software / KDE
Von 1998 bis 2004 leitete Frank Karlitschek ein Web-Entwicklungsteam bei einer Internet-Agentur und startete im Sommer 2001 die Community-Website KDE-Look.org[1] und später GNOME-Look.org, um den offenen Entwicklungsprozess bei Freie-Software-Projekten zu fördern und auszubauen. Im Laufe der Zeit wuchsen diese Projekte immer mehr an und mit anderen Projekten (z. B. KDE-Apps.org) zusammen. Im Jahr 2007 gründete er sein erstes Startup hive01 GmbH und startete openDesktop.org als Webseitenverbund für über zwanzig Unterprojekte (KDE-Look.org, KDE-Apps.org, GNOME-Look.org, Open-PC u. a.)[2]. Von Juli 2009 bis Februar 2012 war er Mitglied im Vorstand und Vizepräsident des KDE e.V.[3] Die Plattform openDesktop.org wurde 2016 vom KDE e.V. übernommen, um Karlitschek die Möglichkeit zu geben, sich den Cloud-Projekten OwnCloud und Nextcloud zu widmen[4].
Owncloud
Im Januar 2010 startete Karlitschek das freie Softwareprojekt ownCloud im Rahmen einer CampKDE Keynote[5] und veröffentlichte im Juni 2010 die Version 1.0.[6] Im November 2011 war er Mitbegründer der ownCloud Inc., die kommerziellen Support für ownCloud bot. Er war als CTO tätig und leitete die Produktentwicklung und die Beziehungen zur Community.[7] Ende April 2016 verließ Karlitschek ownCloud Inc.[8]
Nextcloud
Fünf Wochen danach, im Juni 2016, startete Karlitschek den Fork Nextcloud,[9] der stärker als ownCloud die Interessen der Entwickler- und Nutzer-Gemeinschaft berücksichtigen soll. Nahezu die komplette Entwicklermannschaft wechselte mit zur Nextcloud GmbH, die das Projekt kommerziell unterstützt.[10]
Weitere Aktivitäten
Karlitschek ist Aktivist für den Schutz der Privatsphäre[11][12] und startete mehrere Initiativen, um das Internet sicherer und föderaler zu machen. Beispiele hierfür sind 2008 das Social-Desktop-Konzept,[13] die Open Collaboration Services[14] 2009, sowie 2012 das „User Data Manifesto“[15] bzw. 2015 das „User Data Manifesto 2.0“.[16][17][18] Sein Blog titelt mit dem Statement Privacy is the foundation of democracy.[19] Karlitschek ist ein regelmäßiger Hauptredner auf verschiedenen Konferenzen wie LinuxCon,[20] Latinoware,[21] openSUSE Conf[22] und der KDE-Akademy.[23]