Frankie Lee Sims
US-amerikanischer Bluesmusiker
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Frankie Lee Sims (* 30. April 1917 in New Orleans, Louisiana, USA; † 10. Mai 1970 in Dallas, Texas, USA) war ein US-amerikanischer Bluesmusiker (Gitarre, Gesang) und Songwriter. Er war ein Vertreter des Texas Blues in der Nachkriegszeit.
Biografie
Frankie Lee Sims wurde am 30. April 1917 in New Orleans (Louisiana) geboren. Er war eines der 13 Kinder von Henry Sims und Virginia Summuel.[1][2] Er gab den 29. Februar 1906 als sein Geburtsdatum an,[2] diesen Tag gab es jedoch nicht, da 1906 kein Schaltjahr war. Allgemein gilt der 30. April 1917 als sein Geburtsdatum.[1][3][4] Sims war der Neffe des texanischen Bluessängers Texas Alexander und der Cousin des Gitarristen Lightnin’ Hopkins.[1][3][2] Beide Eltern von Sims waren Gitarristen. Ende der 1920er Jahre zog seine Familie nach Marshall (Texas). Im Alter von 12 Jahren lernte er Gitarre zu spielen.[3] Mitte der 1930er Jahre besuchte er ein College in Marshall und machte auf Partys Musik. Danach arbeitete er als Lehrer an einer Grundschule in Palestine (Texas). 1942 bis 1945 diente er bei den US Marines. Danach ließ er sich in Dallas nieder.[1][2]
In Dallas trat Sims häufig mit den Bluesgitarristen T-Bone Walker und Smokey Hogg auf. 1948 nahm er zwei Singles (vier Titel) für Blue Bonnet Records auf, doch sein erster großer Erfolg kam 1953 mit seinem Song Lucy Mae Blues, der bei Specialty Records erschien und ein regionaler Hit wurde.[1][3][4] Sims nahm bis Mitte der 1950er Jahre weiterhin Songs für Specialty auf, von denen viele damals unveröffentlicht blieben. 1957 wechselte er zu Ace Records und nahm mehrere Songs auf, darunter Walking with Frankie und She Likes to Boogie Real Low.[1][3][4] Sims wirkte auch an den Aufnahmen anderer Bluesmusiker mit, darunter sein Cousin Hopkins.[4] Anfang der 1960er Jahre profitierte Hopkins vom Folk-Blues-Revival, während Sims in Vergessenheit geriet.[1][3]
Frankie Lee Sims starb am 10. Mai 1970 in Dallas an einer Lungenentzündung.[3]
Weblinks
- Frankie Lee Sims bei AllMusic (englisch)
- Frankie Lee Sims bei Discogs
- Stefan Wirz: Illustrated Frankie Lee Sims discography. Wirz.de
- Frankie Lee Sims – Lucy Mae Blues (1953) auf YouTube