Franz Bernhard Custodis
deutscher Beamter, Zeichner und Radierer
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Leben
Franz Bernhard Custodis, ein Sohn des Steuerregistrators Franz Wilhelm Custodis (* 1748) und dessen Ehefrau Maria Catharina Deborne (* 1752), arbeitete als Regierungssekretär für die Königliche Regierung in Düsseldorf. Dort war er Kassenbeamter und in der Bauabteilung beschäftigt. Sein Neffe war der Düsseldorfer Baumeister Max Joseph Custodis.[2] In Düsseldorf heiratete er am 12. August 1806 Margarethe Elisabeth Köhler. Ein Sohn des Paars, Peter Custodis (1809–1854), wurde Gartenarchitekt.[3] Eine Tochter, Franziska Wilhelmine (1811–1876), heiratete 1842 den Kunstverlagshändler August Wilhelm Schulgen. 1844 wurde Custodis mit dem Ritterkreuz des Roten Adlerordens dekoriert.[4] 1847 wohnte er in der Kasernenstraße 11.[5]
Als Dilettant beschäftigte er sich mit dem Zeichnen und Radieren. Er war außerordentliches Mitglied der Kunstakademie Düsseldorf und hinterließ „eine ziemliche Anzahl von eigenhändigen Zeichnungen, teils fein getuschte Kopien nach Ölbildern, teil Szenen aus dem gewöhnlichen Leben, und satirische Porträts von Düsseldorfer Persönlichkeiten.“ Auch zeichnete er historische Stadtpläne.[6]
Literatur
- Franz Bernhard Custodis. In: Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten und diejenigen bekannten und unbekannten Künstler aller Schulen, welche sich zur Bezeichnung ihrer Werke eines figürlichen Zeichens, der Initialen des Namens, der Abbreviatur desselben etc. bedient haben. Mit Berücksichtigung von Buchdruckerzeichen, der Stempel der alten Gold- und Silberschmiede, der Majolicafabriken, Porcellan-Manufakturen u. s. w. Band II: CF–GI. Georg Franz, München 1860, S. 1 (Digitalisat).
- Custodis, François. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 8: Coutan–Delattre. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. 218 (Textarchiv – Internet Archive).
- Paul Horn: Düsseldorfer Graphik in alter und neuer Zeit. Verlag des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf 1928, S. 52.
Weblinks
- Franz Bernhard Custodis, Biografie
- Album mit Kupfern und Zeichnungen (1802–1810)
- Franz Bernhard Custodis, genealogisches Datenblatt im Portal gedbas.genealogy.net
