Franz Eigner

österreichischer Lehrer, Maler, Graphiker (1931-2022) From Wikipedia, the free encyclopedia

Franz Eigner (* 25. Oktober 1931 in Tregist; † 30. Juni 2022 in Voitsberg) war ein österreichischer Lehrer, Maler und Graphiker. An der Hauptschule Voitsberg unterrichtete er Mathematik, Zeichnen, Werken, Schach und Stenographie. Sein künstlerisches Werk umfasst Ölbilder, Ätz-Graphiken, Zeichnungen und Aquarelle.

Franz Eigner (2018)
Des Goldes Tages hat kein Ende

Leben

Aufgewachsen in Voitsberg, nach dem Besuch der Hauptschule in Voitsberg folgte die Ausbildung von 1946 bis 1951 in der Bundeslehrerbildungsanstalt (BLBA) in Graz. Ab Oktober 1951 bis 1953 war er als Volksschullehrer in Unterwald beschäftigt, es folgte die Anstellung in Voitsberg an der Knabenvolksschule II. Ab 1957 unterrichtete Eigner an der Hauptschule Voitsberg Mathematik und Raumlehre, Freihandzeichnen und Schreiben sowie Kurzschrift. Später kamen die Gegenstände Werken und Schach dazu.

Im August 1955 heirateten Helene Fink (1935–2009) und Franz Eigner. Aus dieser Ehe stammen zwei Kinder. Am 30. Juni 2022 verstarb er im 91. Lebensjahr.

Werk

Während seiner Ausbildung an der BLBA kaufte er Bücher in der englischen Buchhandlung in Graz und lernte so Werke von Wassily Kandinsky kennen. In seiner Zeit als Hauptschullehrer gründete er auf Eigeninitiative die Jugend-Kunstgruppe die sich aus vielen Kunstinteresierten zusammensetzte, unter anderem mit Franz Nono Schreiner. 1953 kam es mit Franz Eigner, Günter Waldorf, der ein Jahr zuvor aus der Sezession ausgetreten war, Hannes Schwarz, Siegfried Neuburg, Gustav Zankl u. a. zur Gründung der Jungen Gruppe in Weiz, der späteren Keimzelle des Forum Stadtpark. Friedrich Aduatz lud 1961 Eigner mit Bischoffshausen, Fabian, Lojen, Pointner, Hans Stockbauer an der Gestaltung einer Grafikmappe (betitelt „Zirkulation“, beinhaltend 20 handabgezogene Originalradierungen) ein, mitzuwirken.[1]

Im November 1962 wurde der Künstler in die Sezession Graz aufgenommen. In seiner Zeit als Lehrer vermittelte er seinen Schülern den Zugang zur Kunst.

In diesem Jahr wurde auch auf Initiative von Franz Jakubecky mit Friedrich Aduatz, Rudolf Pointner, Gottfried Fabian, Gerhardt Moswitzer, Emanuel Kolowratnik, Gerhard Lojen und Franz Eigner sowie Stadtgärtner Miklauz ein Denkmal für Altbürgermeister Hans Deutscher in Voitsberg errichtet.[2]

Es folgten zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland.

Auszeichnungen

  • Ehrenzeichen in Silber des Landes Steiermark.
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark.[3]
  • Ehrenprofessur.[4]

Zitate über Franz Eigner

Friedrich Aduatz

[...] Gerade hier aber, wo Durchdringungen, Flächenteilungen und Kurven oft geheimnisvolle Linien und Inhalte bilden, ist Eigner in seinem Heim. Er, der eine starke Beziehung zur Mathematik hat, kann geheimnisvolle Bilder malen, voll Beziehung zur Umwelt. [...] Eigner ist ein sensibler Mensch. Man kennt an ihm keine großen Gesten. Alles ist echt, und alles wurzelt in harter Arbeit. Sein Kunstverständnis verdient Beachtung, es gibt kaum große europäische Ausstellungen, die er nicht besucht hat. Er ist ein Kenner der modernen Kunstszene und ein hervorragender Beobachter der klassischen Moderne sowie der modernen Tendenzen [...] Man könnte mir vorwerfen, dass ich etwas übertreibe. Doch ich kenne diesen Lehrer und Maler seit mehr als dreißig Jahren und da darf ich mir schon ein Urteil erlauben über den Stellenwert, den dieser Maler im Kunstleben einnimmt.[5]

Franz Eigner über seine Bilder

Es ist meine Art ein Bild zu malen, das keine Anekdote, keine Chronik, kein Sonett, kein Roman, keine Sage und kein Märchen ist, es ist nichts von alledem, es ist einfach ein Bild und trotzdem ist es alles von alledem, wenn du suchst, findest du ein Märchen, eine Sage, einen Roman, ein Sonett, eine Chronik oder eine Anekdote, alles was du sehen willst, aber frage mich bitte nicht, denn deshalb tragen meine Bilder keine Titel mehr, es sind die Zahlen, römische und arabische, die eine gewisse Ordnung herstellen, so dass die Blätter den Jahren ihrer Entstehung zugeordnet werden können und du kannst es sehen: zwischen den Linien siedelt die Farbe.[5]

Einzelnachweise

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