Franz Hölzl (Politiker, 1863)

österreichischer Lehrer und Politiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Franz Hölzl (* 23. September 1863 in Grinzing; † 1. Dezember 1908 in Wien) war ein österreichischer Lehrer und Politiker.

Leben

Franz Hölzl besuchte das Landes-Lehrerseminar in St. Pölten. Er legte 1883 die Reifeprüfung und 1885 die Lehrbefähigungsprüfung ab. Bis 1887 war er als Lehrer in Sieghartskirchen tätig. Anschließend wirkte er für das Stift Klosterneuburg als Lehrer, Organist und Musikdirektor.[1] Hölzl vertrat vom 28. Dezember 1896 bis 8. September 1902 sowie vom 19. Dezember 1902 bis 20. Juli 1908 als Abgeordneter der Städte Tulln, Klosterneuburg und Königstetten die Christlichsoziale Partei im Landtag von Niederösterreich. Er wurde 1908 für eine dritte Funktionsperiode gewählt, starb jedoch vor der konstituierenden Sitzung des neuen Landtags. Er galt besonders als ein Repräsentant der Winzer.[2] Er war zudem langjähriges Mitglied des Gemeindeausschusses von Klosterneuburg und betätigte sich im Bezirksstraßenausschuss und im Bezirksarmenrat.[3]

Hölzl wollte die Festbeleuchtung besichtigen, die 1908 anlässlich des 60. Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I. am Burgring in Wien angebracht worden war. Im Menschengedränge wurde er beim Burgtor über ein niederes Gitter gedrängt und stürzte. Weitere Personen, die ihm aufhelfen wollten, wurden ebenfalls zu Boden gestoßen. In der Aufregung erlitt Hölzl einen plötzlichen Herztod.[4] Er hinterließ eine Ehefrau und eine Tochter.[3]

Ehrungen

Einzelnachweise

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