Franz Schardinger

österreichischer Chemiker und Bakteriologe From Wikipedia, the free encyclopedia

Franz Schardinger (* 8. Jänner 1853 in Reutte; † 28. September 1920 in Innsbruck[1]) war ein österreichischer Chemiker und Bakteriologe. Er ist Erstbeschreiber von Naegleria gruberi und Paenibacillus macerans.

Leben

Er war Sohn des Landarztes Georg Schardinger und maturierte am Gymnasium in Hall. In Innsbruck studierte er Naturwissenschaften, besonders Chemie. Dort wirkte er auch als Assistent im Laboratorium Ludwig Barth und Karl Senhofer. Er promovierte 1876 zum Doktor der Philosophie und legte 1877 in Graz die Lehramtsprüfung für Chemie und Physik ab. Danach studierte er in Innsbruck und Graz Medizin. Er wirkte als Militärarzt am Garnisonspital in Graz, später als Regimentsarzt in Sarajevo und am bakteriologischen Laboratorium des Militär-Sanitätsdienstes.

Im Jahr 1897 verließ er das Militär und wirkte an der staatlichen Lebensmitteluntersuchungsstation in Wien, wo er sich insbesondere der Bakteriologie widmete. Im Jahr 1905 beschrieb er als Erster die Aceton-Gärung.[2] Schardinger gilt als Gründervater der Beschäftigung mit Cyclodextrinen.[3]

Er war Mitherausgeber des Codex Alimentarius Austriacus.

Literatur

  • Josef Zehenter: Franz Schardinger. In: Alois Lanner (Hrsg.): Tiroler Ehrenkranz. Männergestalten aus Tirols letzter Vergangenheit. Tyrolia, Innsbruck / Wien 1925.

Einzelnachweise

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