Franz Schreyer

deutscher Landschaftsmaler From Wikipedia, the free encyclopedia

Franz Oskar Bernhard Schreyer (* 7. April 1858 in Reudnitz; † 5. Oktober 1938 in Dresden) war ein deutscher Landschaftsmaler und Aquarellist. Er gilt als Vertreter der sächsischen Landschaftsmalerei im Übergang vom Naturalismus zum Impressionismus.

Leben

Windmühle vorm Dorf (Deutschenbora), um 1900

Franz Schreyer wurde 1858 in Reudnitz bei Leipzig als Sohn des Xylographen Bernhard Schreyer geboren. Von 1874 bis 1882 studierte er an der Akademie der Bildenden Künste Leipzig. Anschließend besuchte er von 1882 bis 1885 die Königliche Akademie der Bildenden Künste Dresden, wo er Schüler von Friedrich Preller dem Jüngeren war.

Nach seinem Studium unternahm Schreyer Studienreisen, die ihn unter anderem nach Italien führten, bevor er nach Deutschland zurückkehrte. Zunächst unterhielt er in den Baatzer Bergen ein Waldatelier und arbeite viel in der Liebenwerdaer Heide.[1] Später kehrte er an seinen Studienort Dresden zurück, wo er fortan überwiegend tätig war. Er blieb Sachsen während seines Lebens eng verbunden und starb hier 1938 in der Frankenstraße 6 in Dresden.[2]

Werk

Römische Landschaft, 1890
Castell Astura, um 1890

Schreyer spezialisierte sich auf stimmungsvolle Landschaftsmalerei in Öl und Aquarell. Typische Motive seiner Werke sind Wälder, Moore, Seen und Dorflandschaften, oft unter wechselnden Lichtstimmungen. Seine Malweise verbindet naturalistische Genauigkeit mit atmosphärischer Farbgebung und steht im Spannungsfeld von Tradition und Moderne.

Er gilt als Vertreter einer lyrisch-atmosphärischen Landschaftsauffassung. Seine Bilder sind durch eine feine Lichtbehandlung, weiche Übergänge und ruhige, oft melancholische Naturstimmungen gekennzeichnet. Er gehört damit zu einer Generation von Malern, die den Übergang vom akademischen Realismus zum impressionistisch beeinflussten Naturstudium in Sachsen mitgestalteten.

Werke Schreyers befinden sich in öffentlichen Sammlungen in Altenburg, Freiberg, Chemnitz, Leipzig und Zwickau.

Bekannte Werke (Auswahl)

  • Spreewaldlandschaft mit Blick auf Lehde, Öl auf Leinwand
  • Windmühle vorm Dorf (Deutschenbora), Öl auf Leinwand
  • Waldlichtung mit Birken im Sonnenaufgang, Öl auf Leinwand
  • Cap Martin, Monte Carlo, Öl auf Leinwand

Familie

Er war seit 1885 mit Martha Hennigke verheiratet.[3] Aus der Ehe ging der Jurist Lothar Schreyer (1886–1966) hervor.

Commons: Franz Schreyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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