Franziska Glassmeier
deutsche Physikerin und Atmosphärenforscherin
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Franziska Glassmeier (* 1985) ist eine deutsche Physikerin und Atmosphärenforscherin. Sie leitet eine Lise-Meitner-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. Ihre Forschung befasst sich mit den komplexen Eigenschaften von Wolken und deren Rolle im Klimasystem.
Lebenslauf
Franziska Glassmeier studierte Physik an der Universität Göttingen und schrieb 2010 ihre Diplomarbeit am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation.[1] Ihre Doktorarbeit fertigte sie bei Ulrike Lohmann an der ETH Zürich an, sie wurde dort 2016 promoviert.[1] Von 2016 bis 2018 war sie Postdoc bei der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) in Boulder, Colorado, USA.[1] Anschließend war sie an der Universität Wageningen tätig.[1] 2020 wechselte sie als Assistenzprofessorin an die TU Delft.[1] Ab 2024 war sie dort Associate Professor.[1] Im gleichen Jahr erhielt sie einen Starting Grant des European Research Council für das Projekt „MesoClou – Unlocking the mesoscale frontier of cloud-climate uncertainty“.[2] Seit 2025 ist sie Leiterin einer dauerhaften Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für Meteorologie im Rahmen des Lise-Meitner-Exzellenzprogramms der Max-Planck-Gesellschaft.[3]
Forschung
Glassmeiers Forschung widmet sich der Komplexität von Wolken und Ansätzen zu deren Erfassung mit dem Ziel, die Rolle von Wolken im Klimasystem besser zu verstehen.[4] Sie kombiniert dazu traditionelle prozessbasierte Ansätze und Datenwissenschaft mit Konzepten aus der Theorie der Dynamik komplexer Systeme und der statistischen Physik.[1]