Franziska Gänsler

deutsche Schriftstellerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Franziska Gänsler (geb. 1987 in Augsburg) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Franziska Gänsler, 2024

Leben

Schon als Kind und Jugendliche war Gänsler literarisch aktiv und nahm an Schreibwerkstätten teil.[1] Ihr Werdegang führte sie nach dem Abitur zunächst nach Berlin, wo sie Modedesign studierte und eine Abschlusskollektion zu Dostojewskis Schuld und Sühne vorstellte.[1] Nach einem weiterführenden Studium an der Universität der Künste Berlin und der Universität für angewandte Kunst Wien entschied sie, sich ganz dem Schreiben zu widmen.[1] Als Pädagogin war sie als Kunstvermittlerin in Wien[1] und an der Hochschule Augsburg[2] tätig. Sie bietet regelmäßig Kurse im kreativen Schreiben an.[3] Gänsler lebt in Augsburg und Berlin.[1][4]

Wirken

Gänsler ist für ihre Darstellung komplexer menschlicher Beziehungen bekannt, insbesondere zwischen Müttern und Töchtern.[5] Ihr literarisches Debüt gab sie 2022 mit dem Roman Ewig Sommer, der als Roman im Rahmen der Klimakrise große Beachtung fand und dessen erste Auflage schnell ausverkauft war.[1] Der Roman zeichnet sich durch seine Atmosphäre und die Darstellung der durch Umweltkatastrophen geprägten Welt aus und wurde in diverse Sprachen übersetzt, mit Preisen ausgezeichnet und für die Bühne adaptiert.[1][6][7] Ihr zweites Werk, Wie Inseln im Licht (2024), behandelt ebenfalls familiäre Themen und wurde für seinen literarischen Stil und die spannungsgeladene Erzählweise gelobt.[5] Sie lehnte im Jahr 2022 die Nominierung mit dem Debütpreis des Harbour Front Literaturfestivals ab.[8]

Preise und Stipendien

Im Jahr 2020 war Franziska Gänsler mit dem unveröffentlichten Romanmanuskript "Kahn"[9] auf der Shortlist des Blogbuster Literaturpreises und mit der Kurzgeschichte "Die Stare" im Finale des 28. Open Mike.[10]

"Ewig Sommer" wurde mit dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg[11] und dem Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur[12] ausgezeichnet. Die amerikanische Übersetzung des Romans war 2025 ein Editor's Pick in der New York Times.[13]

2025 erhielt sie das Werkstipendium des Deutschen Literaturfonds.[14]

Einzelnachweise

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