Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik

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Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU, kurz „Fraunhofer IWU“ genannt, ist eine Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e. V. Die Forschungseinrichtung ist Leitinstitut für ressourceneffiziente Produktion und arbeitet an Innovationen im Umfeld der Produktionstechnik in den Geschäftsfeldern Mobilität, Produktionssysteme und Life Science. Dabei gliedert sich die Forschungsarbeit in die Bereiche Funktions- & Systemintegration sowie Produktionssysteme & Fabrikautomatisierung und Prozesstechnologie. Seinen Hauptsitz hat das Institut in Chemnitz und betreibt weitere Standorte in Dresden, Leipzig, Wolfsburg und Zittau.[1]

Schnelle Fakten
Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU
Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU
Institutsgebäude in Chemnitz (2015)
Kategorie: Forschungseinrichtung
Träger: Fraunhofer-Gesellschaft
Rechtsform des Trägers: Eingetragener Verein
Sitz des Trägers: München
Standort der Einrichtung: Chemnitz
Außenstelle: Dresden, Zittau, Leipzig, Wolfsburg
Art der Forschung: Angewandte Forschung
Fächer: Ingenieurwissenschaften
Fachgebiete: Maschinenbau, Automobilbau, Wasserstofftechnik, Produktionssysteme, Automatisierungstechnik, Energie- und Umwelttechnik, Machine Learning
Leitung: Welf-Guntram Drossel, Martin Dix, Steffen Ihlenfeldt
Mitarbeiter: 670
Website: www.iwu.fraunhofer.de
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Institutsteil des Fraunhofer IWU in der Nöthnitzer Straße 44 in Dresden.

Geschichte

Das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU wurde am 1. Juli 1991 auf dem heutigen Technologie-Campus der Technischen Universität Chemnitz in der Reichenhainer Straße als erste Einrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft in den neuen Bundesländern gegründet. Mit zunächst 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollte die sächsische Tradition im Automobil- und Maschinenbau an dieser Stelle weitergeführt werden. Die erste Institutsleitung bestand 1991 aus acht Personen: Dieter Weidlich, Reimund Neugebauer, Hans-Georg Schütz, Elke Bormann, Rolf Umbach, W. Altmann, R. Michael und W. Henning. Im Jahr 2006 kam es zur Eröffnung eines weiteren Standorts des Fraunhofer IWU: Der heute über 200 Mitarbeitende beschäftigende Dresdner Institutsteil wurde gegründet. Es folgte die Erweiterung des Instituts auf Standorte in Wolfsburg (2014), Leipzig (2014) und Zittau (2016) sowie ein Wachstum auf 670 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Stand: 2022). Die Projektgruppe Ressourceneffiziente mechatronische Verarbeitungsmaschinen RMV wurde 2016 integraler Bestandteil des Fraunhofer-Instituts für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik. Bis heute hat das Fraunhofer IWU national und international viel Anerkennung erworben und wird als Forschungspartner vor allem der deutschen Industrie sehr geschätzt.

Ausrichtung und Ziel des Instituts

Das Fraunhofer IWU ist Leitinstitut für ressourceneffiziente Produktion und steht für Innovationen in der produktionstechnischen Forschung und Entwicklung. Mit rund 670 hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erschließt es Potenziale für die wettbewerbsfähige Fertigung im Automobil- und Maschinenbau, der Wasserstofftechnik, der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik, der Elektrotechnik sowie der Feinwerk- und Mikrotechnik. Im Fokus von Wissenschaft und Auftragsforschung stehen Bauteile, Verfahren und Prozesse sowie die zugehörigen komplexen Maschinensysteme. Prinzipiell bezieht sich der Forschungsgegenstand des Instituts auf die gesamte Fabrik, um die Produktion zukünftig in ihrer Gesamtheit ressourceneffizient zu gestalten.

Forschung

Die Forschung des Instituts umfasst Technologien und Verfahren der Produktionstechnik und Werkstoffforschung, wie additive Fertigung, Fügetechnik, Industrie 4.0 oder Robotik. Die Arbeiten befassen sich mit der Entwicklung, Analyse und Verbesserung industrieller Fertigungssysteme.

Ausgründungen

Ausgründungen aus Forschungseinrichtungen sind Teil einer von Bund und Ländern ausgegebenen Strategie zur Verwertung von marktfähigen Forschungsergebnissen, die aus öffentlichen Mitteln gefördert wurden. Initiatoren von Ausgründungen sind in der Regel Mitarbeitende der Einrichtungen und ggf. die Institute selbst. Beispiele für Ausgründungen, sogenannte Spin-Offs, am Fraunhofer IWU sind:

  • ViALUX GmbH – Messsystem für Formänderungsanalysen in der Blechumformung
  • METROM GmbH – Parallelkinematisch arbeitende Werkzeugmaschine zur mobilen Anwendung[2]
  • 1A Technologies UG
  • Dein Brandstempel GmbH
  • VibroCut GmbH

Literatur

  • Fraunhofer IWU (Hg.): Fraunhofer IWU: 20 Jahre Ideenfabrik – Wir forschen für die Produktion von morgen. Chemnitz, 2011.

Einzelnachweise

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