Fraxin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Fraxin ist ein Glucosid, welches natürlich in der Rinde verschiedener Bäume vorkommt. In nennenswerten Mengen konnte es in der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) und in verschiedenen Arten der Esche (Fraxinus) nachgewiesen werden.[2] Außerdem soll es auch zusammen mit der verwandten Verbindung Aesculin in der Kiwifrucht (Actinidia deliciosa oder Actinidia chinensis) gefunden worden sein.[3]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Struktur Fraxins
Allgemeines
Name Fraxin
Andere Namen
  • 8-(β-D-Glucopyranosyloxy)-7-hydroxy-6-methoxycumarin
  • 8-(β-D-Glucopyranosyloxy)-7-hydroxy-6-methoxy-2H-1-benzopyran-2-on (IUPAC)
Summenformel C16H18O10
Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 524-30-1
EG-Nummer 208-355-5
ECHA-InfoCard 100.007.597
PubChem 5273568
ChemSpider 4437971
Wikidata Q1452081
Eigenschaften
Molare Masse 370,31 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

205–208 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[1]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Fraxin zählt zu den Cumarin-Derivaten und zeigt, typisch für Vertreter dieser Stoffklasse, türkis-grüne Fluoreszenz unter ultraviolettem Licht. Fraxin ist das Glucosid-Derivat des Fraxetins.

Verwendung

In der traditionellen asiatischen Medizin werden Extrakte aus der Eschenrinde und -wurzel als fiebersenkend, schmerzstillend und harntreibend beschrieben. Außerdem werden ihnen antirheumathische Eigenschaften zugeschrieben.[4] Auch in Europa wird Fraxinus americana in der Homöopathie gegen Fieber, Hämorrhagie und bei Erkrankungen des Uterus angewandt.[5] Möglicherweise können diese Effekte dem Fraxin zugeschrieben werden.[6]

Einzelnachweise

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