Frederick Juengling
deutschamerikanischer Holzstecher und Maler
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Frederick Juengling (* 8. Oktober 1846 als Friedrich Jüngling in Leipzig; † 31. Dezember 1889 in New York City) war ein deutschamerikanischer Holzstecher und Maler.
Leben


Juengling erlernte in Leipzig zunächst das Handwerk eines Schriftsetzers, dann in der Englischen Kunst-Anstalt von Albert Henry Payne den Holzstich. Nach einer weiteren Lehrzeit als Stecher in Berlin emigrierte er 1866 in die Vereinigten Staaten. In New York City erlernte er in der Art Students League das Verfahren des malerischen Holzstichs. In der Technik des Tonstichs, in der feinste Nuancen einer Vorlage wiedergegeben werden konnten, brachte er es weit.[1] Zeichnungen, die er so in Holz stach, erschienen etwa ab 1877 in Scribner’s Monthly. Auch für The Century Magazine arbeitete er. Ferner wurden Einzelblätter seiner Holzstiche veröffentlicht.
1881 wurde er erster Sekretär der American Society of Wood-Engravers, als er diese Gesellschaft zusammen mit seinem Landsmann Gustav Kruell gründete. Im Pariser Salon desselben Jahres erzielte er eine ehrenhafte Erwähnung, auf der III. Internationalen Kunstausstellung im Münchner Glaspalast ehrte man ihn 1883 mit einer Medaille zweiter Klasse.[2] Juengling betätigte sich auch als Maler.
Literatur
- Juengling, Friedrich. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 19: Ingouville–Kauffungen. E. A. Seemann, Leipzig 1926, S. 296 (biblos.pk.edu.pl).
- Juengling, Frederick (1846–89). In: Daniel Coit Gilman, Harry Thurston Peck (Hrsg.): The New International Encyclopædia. Band XI: Ishtar–Latitudinarians. New York 1905.