Fregatte 128
Beschaffungsprogramm der Deutschen Marine
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Die Fregatte Klasse 128 (kurz F128) ist ein aktuell laufendes Beschaffungsprogramm der Deutschen Marine.[1] Die F128 beruht auf dem Typ MEKO A-200. Schiffe dieses Typs sind bereits an Südafrika, Algerien und Ägypten geliefert worden.[2]
Die ägyptische Fregatte Al Aziz vom Typ MEKO A-200. Die Fregatte 128 soll eine Variante der MEKO A-200 werden. | ||||||||
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Hintergrund
Wegen der Verzögerungen beim Bau der Fregatte 126 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages im Januar 2026 eine alternative oder ergänzende Planung gebilligt und finanziell abgesichert. Am 18. Februar 2026 wurde der Finanzrahmen noch einmal érweitert.[3] Insgesamt sind 7,8 Milliarden Euro im Verteidigungshaushalt 2026 und im Sondervermögen Bundeswehr vorgesehen. Diese Mittel können in Abhängigkeit vom Verlauf des F‑126‑Programms für eine Alternativlösung wie die MEKO A‑200 genutzt werden.[2]
Projektverlauf
Anfang Februar 2026 haben das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und die Firma TKMS einen Vorvertrag über den Bau von drei bis acht Fregatten geschlossen. Der Vorvertrag ist noch kein Bauvertrag, dient jedoch dazu, bereits vorbereitende Maßnahmen einleiten zu können, wie etwa die Bestellung von Motoren.[4] Ziel ist es, so zügig mit dem Bau zu beginnen, dass des erste Schiff 2029 abgeliefert werden kann.[2] Die Schiffe sollen in Zusammenarbeit von TKMS mit Werften der Rönner-Gruppe in Bremerhaven und Flensburg gebaut werden.[1]
Technische Daten
Die technischen Daten der deutschen Version der MEKO-A-200 sind noch nicht im Detail festgelegt. Folgende Parameter werden anhand der Daten der bisherigen Schiffe der Klasse erwartet:[2][3][5]
- Länge: ca. 121 m
- Breite: ca. 16,3–16,4 m
- Tiefgang: ca. 4,4 m
- Verdrängung: ca. 3.700–3.950 t voll beladen
- Höchstgeschwindigkeit: bis 29 kn
- Reichweite bei 16 kn: >6500 nm
- Antrieb: CODAG-WARP (Diesel-Gasturbinen-Kombination mit 2 Propellern und einem Wasserstrahlantrieb)
- U-Jagd-Bewaffnung: Rumpfsonar, Torpedorohre
- Fliegende Systeme: Bordhubschrauber 1 × 11 t oder 2 × 6 t, zusätzlich 2 UAV
- Besatzung: 120–150 Personen, Unterbringung für bis zu 200 Personen
