Freizeitzentrum Siebengebirge
Wellness-Park im Königswinterer Stadtteil Oberpleis in Nordrhein-Westfalen
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Das Freizeitzentrum Siebengebirge ist ein Wellness-Park im Königswinterer Stadtteil Oberpleis in Nordrhein-Westfalen. Es wurde 1935 als Strandbad am Lützbach gegründet und hieß bis 1984 Strandbad Oberpleis.[1]

Geschichte
Im sumpfigen Brachland am Lützbach zwischen den Orten Auel und Oberpleis wurde 1934 auf dem Land des Landwirts Klasen mit dem Bau des ursprünglichen Strandbades am Lützbach begonnen. Am 27. Juni 1935 wurde das Strandbad nach einjähriger Bauzeit eröffnet. Es bestand aus einem 33,3 Meter langen Betonbecken.[2]
Restaurierung und Neueröffnung
Ab dem Jahr 1949 wurde das Bad auf Initiative des Badedirektors a. D. Fritz Klein und des Ingenieurs Frings für 13.442 DM instand gesetzt. Dies wurde teils aus Spenden, teils aus Geldern der Gemeinde finanziert. Für die Spenden wurden Ansteckplaketten zu 50 Pfennig verkauft, die einen Badenden vor der Kirche Oberpleis darstellen. Mit der Restaurierung wurde das Bad um Umkleidekabinen und eine Liegewiese erweitert. Am 30. Juli 1950 wurde es neu eingeweiht. Badewärter wurde der gelernte Metzger Paul Bellinghausen, der 2001 sein 50-jähriges Dienstjubiläum als Schwimmmeister feierte.[3]
Modernisierung
Im Jahr 1954 wurde das Schwimmbad grundlegend saniert. Das Becken wurde auf 50 Meter verlängert und um ein Springerbecken mit einem Ein-Meter- und einem Drei-Meter-Sprungbrett erweitert. Ergänzt wurden auch ein Kinderbecken sowie ein Aufsichtsturm. Die bisher bestehenden Umkleidekabinen wurden abgerissen. Stattdessen wurde ein Eingangsgebäude mit moderneren Umkleideräumen, WCs und einer Cafeteria mit Küchen- und Verkaufsräumen erbaut. Zehn Jahre später wurde das Bad zusätzlich mit einer Umwälz- und Chloranlage versehen. Das Wasser kam nun nicht mehr direkt aus dem Lützbach, sondern vom Wasserbeschaffungsverband Thomasberg.[2][3]
Weiterentwicklung zum Wellness-Park
1974 errichteten die Cousins Hans und Wilfried Rösgen aus Beuel eine Tennishalle mit drei Spielfeldern und einer angeschlossenen Gaststätte auf dem Gelände. Die Stadt Königswinter wollte das Bad jedoch nicht mehr weitertragen, so dass es den Rösgens 1982 übertragen wurde. Das Freibad Oberpleis war damit bundesweit das erste öffentliche Freibad, das privat betrieben wurde.[2]
1984 wurde dann das neu gebaute Freizeitzentrum Siebengebirge eröffnet. Zum Freibad und der Tennishalle kamen Sauna, Solarien, Kosmetik, Massage, eine große Gartenaußenanlage und ein neues Restaurant im Saunabereich hinzu.[4] Auf nun 20.000 Quadratmetern entstand eine Wellness-Anlage unter Berücksichtigung medizinischer Aspekte und Einbeziehung der Natur der Umgebung. 2008 erhielt der Saunapark eine Auszeichnung des Deutschen Sauna-Bundes. Das Bad wurde 2008 nach Angaben des Betreibers von rund 16.000 Gästen besucht.