Frequenzillusion

kognitiver Bias From Wikipedia, the free encyclopedia

Frequenzillusion, auch bekannt als Baader-Meinhof-Phänomen, ist eine kognitive Verzerrung mit der Tendenz, etwas vermeintlich häufiger zu bemerken, nachdem es das erste Mal aufgefallen ist, was zum Glauben führt, dass das Betreffende auf einmal häufiger auftritt.[1][2] Die Illusion ist ein Resultat von erhöhtem Bewusstsein einer Phrase, Idee oder eines Objekts, zum Beispiel ein Lied öfter zu hören oder plötzlich überall rote Autos zu sehen.[3][4]

Der Name „Baader-Meinhof-Phänomen“ wurde 1994 von Terry Mullen in einem Brief an die St. Paul Pioneer Presse genannt.[5] Der Brief beschreibt, wie er, nachdem er einmal den Namen der deutschen militanten Gruppe Baader-Meinhof erwähnt hatte, ihn immer wieder bemerkte. Dies führte dazu, dass andere Leser der Zeitung ihre eigenen Erfahrungen von diesem Phänomen berichteten, was wiederum zur Anerkennung davon führte. Erst im Jahr 2005, als Arnold Zwicky, Professor für Linguistik an der Stanford University, über diesen Effekt auf seinem Blog berichtete, wurde der Name „Frequenzillusion“ geprägt.[2]

Einzelnachweise

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