Fressnapf

deutsches Franchise-Unternehmen für Tiernahrung From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Fressnapf Holding SE ist ein deutsches Einzelhandels- und Franchise­unternehmen für Heimtierbedarf mit Sitz in Krefeld. Die Fressnapf Holding SE ist die Konzernobergesellschaft im Mehrheitsbesitz der Allegro Invest SE, dem Family-Office von Fressnapf-Gründer Torsten Toeller.

Schnelle Fakten
Fressnapf Holding SE
Logo
Rechtsform Societas Europaea
Gründung 18. Januar 1990
Sitz Krefeld, Deutschland Deutschland
Leitung
  • Matt Simister, CEO (interim)[1]
  • Sebastian van Stiphout, Geschäftsführer[2]
Mitarbeiterzahl 12.287[3]
Umsatz 2,95 Mrd. Euro[3]
Branche Tiernahrung und -zubehör
Website www.fressnapf.de
Stand: 31. Dezember 2024
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Geschichte

1990 eröffnete Torsten Toeller seinen ersten Fachmarkt für Tiernahrung und -zubehör in Erkelenz. Angeregt von amerikanischen Super-Pet-Stores entwickelte er ein Konzept für europäische Heimtierbedarf-Fachmärkte. Ab 1992 entstanden Märkte im Franchise-System, im Jahr 1997 dann erstmals im europäischen Ausland und expandierend bis in die 2020er Jahre auch unter dem Namen Maxi Zoo.

Seit 2007 gehörte die Equiva GmbH zur Fressnapf-Gruppe, ein Franchise-Unternehmen, das Reitsportzubehör, Reitbekleidung, Stall- und Weidebedarf sowie Futtermittel vertreibt.[4] 2021 wurde Maxi Zoo Italia mit seinen rund 120 Läden an die italienische Zoofachhandelskette Arcaplanet und die Beteiligungsgesellschaft Cinven verkauft, im Gegenzug wurde Fressnapf Minderheitsgesellschafter von Arcaplanet.[5] Im Juli 2024 wurde bekannt, dass sich die britische Private-Equity-Gesellschaft Cinven an der Fressnapf Holding beteiligt habe. Gleichzeitig verkauft Cinven seine Mehrheitsbeteiligung an der italienischen Arcaplanet an Fressnapf. Minderheitsanteile gehörten Fressnapf bereits seit 2021.[6]

Märkte

Fressnapf-Filiale in Erkelenz

Fressnapf ist mit rund 2.785 Märkten (Stand Q22025)[7] in 15 Ländern in Europa vertreten. In Deutschland sind es 940 Märkte,[8] es folgen Österreich und Frankreich.[9] Es gibt verschiedene Marktgrößen: am größten ist der „Megazoo“ ab 2.000 m², die nächstgrößte der „Fressnapf XXL“ mit bis zu 1.500 Quadratmetern.[10][11] In nicht deutschsprachigen Ländern firmieren die Fressnapf-Märkte meist unter dem Namen Maxi Zoo. Ausnahmen bilden hier Luxemburg (Fressnapf), Rumänien (Fressnapf) und Ungarn (Fressnapf).

Kontroversen

Im August 2013 sprach der Deutsche Rat für Public Relations wegen Schleichwerbung in der Fernsehsendung Wetten, dass..? gegen Dolce Media, Fleurop und Fressnapf eine Rüge aus.[12]

Im April 2017 begann ein Prozess vor dem Arbeitsgericht Krefeld, nachdem sieben von fünfzehn Mitarbeitern der Konzernzentrale in Krefeld nach einer Besprechung außerhalb der Arbeitszeit über die Möglichkeit der Gründung eines Betriebsrats gekündigt worden waren und ein Mitarbeiter dagegen Rechtsmittel eingelegt hatte.[13][14]

Einzelnachweise

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