Frickenhofen (Neumarkt in der Oberpfalz)
Dorf in der Oberpfalz, Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz
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Frickenhofen ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz. Der Gemeindeteil hatte im Jahr 2022 54 Einwohner.[1]
Frickenhofen Große Kreisstadt Neumarkt in der Oberpfalz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 49° 17′ N, 11° 34′ O |
| Höhe: | 488 m ü. NHN |
| Einwohner: | 72 (25. Mai 1987)[Ohne Beleg] |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 |
| Postleitzahl: | 92318 |
| Vorwahl: | 09181 |
Frickenhofen | |
Geografie
Das Dorf liegt etwa fünf Kilometer östlich des Neumarkter Stadtkerns an der Staatsstraße 2240 und an der Ausfahrt 92 b „Neumarkt-Ost“ der Bundesautobahn 3 auf 492 m ü. NHN.[2]
Ortsnamendeutung
Der Ortsname leitet sich wohl vom Personennamen Friko ab.[3] Aktuelle Forschungen der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften ergaben, dass der Ortsname vom bairisch-althochdeutschen Personennamen "Friccho" stammt. Die Namensbedeutung ist danach: "Bei den Höfen des Friccho".[4]
Geschichte
Frickenhofen wird erstmals in einer Urkunde des Klosters Pielenhofen des Jahres 1271 erwähnt, als dort der Landadelige "Wirntonem militem de Frickenhoven" (Wirnto, den Ritter von Frickenhofen) in Erscheinung tritt. Im Jahre 1277 wird, neben dem vorgenannten "Wirnto de Frickenhoven", ein weiteres Familienmitglied mit dem Namen "Heinricus de Frickenhoven" erwähnt.[4]
Von 1271 bis 1474 ist der Ortsadel als blühendes und weit verzweigtes Geschlecht nachgewiesen, das mit Konrad und Albert auch zwei Eichstätter Domherren stellte. Der Burgstall Frickenhofen befindet sich südöstlich auf der Anhöhe im Forst „Steinlohe“.[5] Ein Albrecht von Frickenhofen ist 1307 als Spender eines jährlichen Zinses für das Siechhaus in Lengenfeld und 1309/10 als Spender für das Kloster Kastl genannt. 1336 stifteten Albrecht und Friedrich von Frickenhofen eine eigene Kapelle bei der Klosterkirche von Seligenporten.[6] Ende des 14. Jahrhunderts sind die Herren von Frickenhofen als Neumarkter Bürgergeschlecht anzutreffen.[7]
Gegen Ende des Alten Reiches, um 1800, bestand das Dorf aus 12 Anwesen. Hochgerichtlich unterstanden diese dem Schultheißenamt Neumarkt, niedergerichtlich mehrheitlich der Unteren Hofmark Berngau, 4 kleinere Höfe jedoch dem Stift Kastl; so hatte das Kloster bereits 1402 drei Güter zu Frickenhofen käuflich erworben.[8]
Im Königreich Bayern gehörte das Dorf 1810/20 zum Steuerdistrikt Oberbuchfeld, dann zur Ruralgemeinde Pelchenhofen, schließlich zur Gemeinde Lippertshofen.[9] 1961 bestand das Dorf aus 17 Wohngebäuden mit 73 Bewohnern.[10]
Im Zuge der Gemeindegebietsreform von 1972 wurde Frickenhofen in die Kreisstadt eingemeindet.[11] 1987 lag die Einwohnerzahl bei 72, die Zahl der Wohnhäuser bei 20.[12]
Kirchlich gehört Frickenhofen zur katholischen Pfarrei Dietkirchen im Bistum Eichstätt.[13]
Einwohnerzahlen
Sehenswürdigkeiten
Zwei Bauernhäuser aus dem 18./19. Jahrhundert, die Nr. 4 und die Nr. 13, sind Wohnstallbauten mit verputztem bzw. verkleidetem Fachwerkgiebel und gelten als Baudenkmäler.[15]
Literatur
- Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. 2 Bände, Eichstätt: Brönner & Däntler, 1937/38.
- Bernhard Heinloth: Neumarkt. In: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern. Reihe I, Heft 16. Kommission für Bayrische Landesgeschichte, München 1967, ISBN 3-7696-9900-9 (Digitalisat).
Weblinks
- Website der Stadt Neumarkt in der Oberpfalz
