Fridolin Hamma
deutscher Geigenbauer
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Fridolin Hamma (* 17. September 1881; † 9. Oktober 1969) war ein deutscher Geigenbauer aus Stuttgart, der zwei wegweisende Nachschlagewerke über Geigen schrieb.[1]
Er war der Sohn und Nachfolger des deutschen Geigenbauers Emil Hamma sr. (1855–1928) und Vater des Geigenbauers Walter Hamma.
Leben und Wirken
Fridolin ging ab 1896 bei Friedrich Weller in Markneukirchen in die Lehre. Er verbrachte drei Jahre bei Benardel sowie Caressa & Français in Paris. Nach dem Tod des Vaters übernahm er 1928 die Firma zusammen mit seinem älteren Bruder Emil. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Firmensitz bombardiert, die wertvollen Instrumente und Archive gingen verloren. Ab 1945 konnte er mit seinem Sohn Walter die Firma wieder aufbauen.[2]
1937 war er Direktor der Stradivari-Ausstellung in Cremona. Nach dem Krieg war er einer der Gründer der Entente Internationale des Maîtres Luthiers et Archetiers d'Art (EILA), die in Genf angesiedelt ist.[3] Er wirkte auch bei der Wiederbelebung des Verbands Deutscher Geigenbauer und Bogenmacher (VDG) mit und war ab 1948 für zwei Jahre dessen Präsident.[4]
Werke
- Meisterwerke italienischer Geigenbaukunst. Hamma & Co., Stuttgart 1932
- Meister deutscher Geigenbaukunst. Schuler, Stuttgart 1948