Friedebert Reihl

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Friedebert Reihl (* 28. Oktober 1940 in Malvenkamp, heute Gmina Witkowo; † 25. Dezember 2008 in Mülheim an der Ruhr) war ein deutscher Künstler.

Leben

Friedebert Reihl wurde am 28. Oktober 1940 in Malvenkamp im nationalsozialistischen Warthegau geboren, der Ort ist heute Teil der polnischen Gmnia Witiko. Im Jahr 1945 flüchtete Reihl mit seiner Familie nach Heide bei Gifhorn. 1953 folgte der Umzug ins nordrhein-westfälische Duisburg. Zwischen 1960 und 1964 absolvierte Reihl ein Studium an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen, wo er in angewandter und freier Malerei sowie zum Innenarchitekten ausgebildet wurde. Diesem schloss sich zwischen 1969 und 1971 der Besuch des Werklehrerseminars an der Kunstakademie Düsseldorf an. Reihl lernte hier unter anderem beim Bildhauer Erwin Heerich.

Im Jahr 1972 kehrte Reihl als Student an die Folkwanghochschule in Essen zurück. Er wurde Meisterschüler der Freien Künste und spezialisierte sich auf 3D-Objekt. Bereits 1968 wurde der Künstler Mitglied im Wirtschaftsverband Bildender Künstler Nordrhein-Westfalen. Zwischen 1972 und 1985 war Reihl Mitglied des Duisburger Künstlerbundes. Im Jahr 1975 gehörte Reihl zu den Gründungsmitgliedern der Projekt-Gruppe-Kunst. Im gleichen Jahr wurde Reihl mit dem Förderpreis zum Ruhrpreis für Kunst und Wissenschaft in Mülheim an der Ruhr ausgezeichnet.[1]

In den Jahren 1976 und 1977 nahm Friedebert ein weiteres Studium an der Universität Essen auf. Im Vordergrund stand hierbei vor allem das projektorientierte Arbeiten beim Professor Hans-Dieter Feil. In den 1980er Jahren beteiligte sich Reihl am Künstleraustausch der Duisburger Kunstschaffenden mit dem Künstlerbund der UdSSR. Seit 1980 war Friedebert Reihl mit Erika M. Reihl verheiratet, die ebenfalls als Künstlerin tätig war. Beide waren im Duisburger Spielkorb engagiert und lebten zeitweise im australischen Yarra Junction. Friedebert Reihl starb am 25. Dezember 2008 in Mülheim an der Ruhr.[2][3]

Werke (Auswahl)

Friedebert Reihl wirkte als bildender Künstler. Dabei standen unterschiedliche Materialien im Zentrum seines Schaffens. Immer wieder entzieht er dabei den Dingen ihre Funktionalität und wandelt sie hierdurch zu künstlerischen Objekten um. Gabriele Uelsberg, die damalige Direktorin des Rheinischen Landesmuseums Bonn, schrieb 2008 über die Werke Reihls: Thema der künstlerischen Arbeiten von Friedebert Reihl ist „eine Form der Kommunikation mit dem Material, die er im Arbeitsprozeß beginnt und die er im Verlaufe der künstlerischen Bearbeitung zu einer Zeichensprache verdichtet [...]“[4]. Im Jahr 1979 schuf Reihl mit einem Fries, das am Naturbad Mülheim-Styrum angebracht wurde, seine einzige Arbeit im öffentlichen Raum.[5] Seine Werke werden unter anderem in der DU-Art-Galerie im Duisburger Dellviertel ausgestellt.

Literatur

Einzelnachweise

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