Friedhof Gerthe
Friedhof in Gerthe, Bochum
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Der Friedhof Gerthe ist ein kommunaler Friedhof an der Kirchhapener Straße 63 in Gerthe, Bochum. Er wurde um 1908 von der Gemeinde Gerthe angelegt.[1]

Auf dem Friedhof befinden sich eine Grabanlage und ein Denkmal des schweren Grubenunglücks auf der Zeche Lothringen im Jahr 1912. Bei einer Schlagwetterexplosion am 8. August 1912 kamen in 350 Meter Tiefe zwischen 112 und 115 Bergleute ums Leben, die Zahl der Verletzten lag zwischen 16 und 21. Dieses war das sechstgrößte Unglück im Ruhrbergbau und das 13.-schwerste Unglück im deutschen Bergbau.[2] Das Grab wird von der Statue eines trauernden Bergmanns überragt. Es ist als Denkmal eingetragen (A 612).[3]
Auf der Kriegsgräberstätte ruhen 25 Kriegstote des Ersten Weltkrieges und 52 Kriegstote des Zweiten Weltkrieges.[4] Darunter befinden sich auch Grabstätten von russischen Soldaten des Ersten Weltkrieges (Feld 11 Ehr),[5] welche im Ruhrgebiet als Kriegsgefangene unter anderem zur Zwangsarbeit im Ruhrbergbau eingesetzt waren.[6]
Eine erste Trauerhalle wird aufgrund ihrer Jugendstilanklänge auf die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg datiert.[7] Sie wurde in den 1960er abgerissen und lag etwas östlicher als die heutige Trauerhalle. Der Friedhof wurde in den 1930er und 1960ern zweimal erweitert.[8] Die heutige Trauerhalle wurde 1968 nach Plänen des städtischen Architekten Hans Knirsch errichtet.[9]
Seit dem Beginn der 2020er gibt es hier ein Gräberfeld zur naturnahen Bestattung.[10]