Wikiwand AI

Friedhof Laer

Friedhof in Laer, Bochum From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Friedhof Laer, auch Park Laer, ist ein kommunaler Friedhof und Grünanlage in Laer, Bochum.

Ansicht des Park Laer, mit Klage über Vandalismus der Jugend, 1934
Ehrenmal Opfer des Kapp-Putschs

Der Friedhof ist der erhaltene Teil einer ehemals größeren Grünfläche, welche als Gemeindepark diente. An der nicht mehr existierenden Hemkestraße lag das Gemeindehaus von Laer. Der Park und der Friedhof befanden sich nordwestlich davon, der Park größtenteils nördlich des heutigen Friedhofs.[1] Er wurde 1930 als ein schöner städtischer Park gepriesen, in dem sich auch Sportanlagen für Tennis und Fußball befanden.[2] Später wurde auch die Bezeichnung Botanischer Garten geführt.[1]

Im Rahmen der Ansiedlung der Firma Opel und des Baus des Werkes Laer wurde auch die NS VII gebaut und die Wittener Straße ausgebaut. Dabei verschwanden große Teile des Parks. Später verschwand die Hemkestraße und mit ihr Gebäude wie das Gemeindehaus. Gleichzeitig wurde der Park südlich und westlich erweitert, auf den Flächen von ehemaligen Schrebergärten. Das Ehrenmal der Gefallenen des Ersten Weltkrieges wurde nach Süden verlegt.[1]

Die Gefallenendenkmäler

Das Kriegerdenkmal zu den Einigungskriegen, am alten Standort

Kriegerdenkmal für die Gefallenen von 1866 und 1870/71

Hier befand sich die monumentale Statue eines Kriegerdenkmals aus Laer. Es zeigt einen verwundeten Soldaten, der seinem Kameraden eine Fahne übergibt.[3] Das Denkmal wurde 1901 an der (Alten) Wittener Straße errichtet und vom Landrat Gerstein eingeweiht.[4] Schon 1962 wurde auf Veranlassung des Kulturamtes geplant, es zu verlegen. Durch den Bau des Opel-Werks hatte sich die gesamte Situation in Laer verändert und der Platz an der Einfahrt der Fabrik wurde nicht mehr als würdig empfunden.[5] Der Abbau erfolgte 1964 und nach einer Zwischenlagerung bis 1967 wurde es ohne Postament auf dem Friedhof Laer neu aufgestellt.[4] Für die Ausstellung im Kulturhauptstadtjahr 2010 "HELDEN – Von der Sehnsucht nach dem Besonderen" wurde die Statue in die Henrichshütte transportiert. Später wurde sie auf dem Friedhof Werne aufgestellt, wo sie sich noch heute befindet.

Ehrenmal der Gefallenen von 1914–1918

Ehrenmal der Gefallenen von 1914–1918

Auf dem Friedhof in Laer wurden auch Gefallene des Ersten Weltkrieges bestattet.[6] Zwischen 1926 und 1932 wurde das Ehrenmal in dem Park errichtet.[6][7] Es befand sich im Bereich der heutigen Wittener Straße und muss in den 1960er / 1970er an die heutige Stelle verlegt worden sein.[1] Seit 2005 ist es als Denkmal A 597 eingetragen.[8]

Grabanlage für Gefallene des Ruhraufstands 1920

Ein Denkmal erinnert mit der Inschrift „Das Leben nahmen sie uns; aber nicht den Geist.“ und Namen an sechs Opfer des Ruhraufstandes von 1920. Es ist meistens als „Grabanlage für Gefallene des Kapp-Putsches“ geführt, dabei kamen die genannten Personen erst nach der Niederschlagung des Kapp-Putsches um, teils bei Kämpfen an der Lippe, teils nach dem Einmarsch der Reichswehr. So wurde Karl Schluck bei einer Razzia am 17. April umgebracht.[9]

Das Denkmal wurde am 20. März 1920 eingeweiht.[10] Es ist neben dem Ehrenmal in Werne eines von zwei erhaltenen Denkmälern in Bochum und überstand die NS-Zeit, in der viele dieser Denkmäler zerstört wurden. Das Denkmal ist unter A 344 seit 1995 als Denkmal eingetragen.[11] 1996 und 2023 erfolgten Sanierungen des Denkmals, bei der letzten Sanierung wurde auch eine Erklärtafel errichtet.[9]

Siehe auch

Einzelnachweise

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks