Friedhof Wewer
Friedhof in Paderborn
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Der Friedhof Wewer ist eine kommunale Begräbnisstätte im Paderborner Stadtteil Wewer in Nordrhein-Westfalen.[1]

Geschichte
Der Friedhof wurde im Jahr 1839 angelegt und befindet sich etwa 100 Meter südlich der katholischen Kirche St. Johannes Baptist an der Westseite der Hauptstraße. Bereits im Jahr 1861 wurde die Anlage erstmals erweitert, eine weitere Vergrößerung folgte 1910.[1]
Im Zuge des angestrebten Anschlusses an die Stadt Paderborn ging die Zuständigkeit für das Friedhofswesen in Wewer bereits sechs Jahre vor der kommunalen Gebietsreform auf die Stadt über.[1]
Anlage und Ausstattung
Der Friedhof umfasst eine Fläche von rund 1,9 Hektar und bietet Platz für insgesamt 1222 Grabstätten.[1]
Die Friedhofskapelle wurde im Jahr 1983 umfassend aus- und umgebaut und dient seitdem als zentraler Ort für Trauerfeiern. Sie verfügt über 28 Sitzplätze.[1]

Auf dem Friedhof befindet sich ein Gedenkstein für Johann Vössing (1810–1892). Vössing war von 1831 bis 1886 als Lehrer tätig und wirkte darüber hinaus als Küster und Organist im Ort. Zudem engagierte er sich für die Förderung des Zwetschenanbaus in Wewer und prägte damit auch die lokale Landwirtschaft.[2][3]

Die Weweraner Dichterin Elisabeth Poganiuch-Flören (1907–1982) wurde im Jahr 2015 anlässlich des Paderborner Liborifestes in ihrem Heimatort geehrt. Auf dem Friedhof in Wewer erinnert seither ein Gedenkstein an ihr Leben und Werk. Besondere Bekanntheit erlangte sie durch ihr Gedicht „Libori“, das in engem Bezug zur traditionsreichen Feier steht.[4]
Besondere Grabanlagen
Trägerschaft
Der Friedhof wird von der Stadt Paderborn verwaltet. Zuständig ist das Amt für Umweltschutz und Grünflächen.[1]
