Friedhofskapelle (Merten)

Kirchengebäude in Bornheim-Merten From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Friedhofskapelle St. Martinus ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Merten, einem Stadtteil von Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen).

Die Friedhofskapelle mit Blick zur romanischen Apsis
Das romanische Portal zum Kirchhof

Geschichte und Architektur

Der romanische Chor, Zeichnung 1905

Der Kapellenbau in romanischen Formen wurde unter Einbeziehung älterer mittelalterlicher Bauteile von 1947 bis 1948 errichtet. Die halbrunde Apsis aus der Mitte des 12. Jahrhunderts stammt noch von einem zweischiffigen Vorgängerbau, den Erzbischof Philipp von Heinsberg errichten ließ. Die Kölner Erzbischöfe besaßen das Kollationsrecht über die Kirche bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Bei der Niederlegung der alten Martinuskirche 1871 fand man im Hochaltar vermauert das Siegel Philipps von Heinsberg. Im Jahre 1947 erfolgte unter dem Architekten Aloys Böll ihr Wiederaufbau im neoromanischen Stil unter Einbeziehung der romanischen Apsis.[1]

Eine umfassende Renovierung wurde 2007 durchgeführt. Die dreigeschossige äußere Gliederung des romanischen Chors aus Blendbögen, Lisenen und Zwillingsöffnungen wurde ohne Befund neu gefasst. Das untere Geschoss ist durch kräftig vorspringende Hausteinlisenen gegliedert. Das mittlere Geschoss zeigt eine Blendenstellung und ein großes Rundbogenfries mit Dreiviertelsäulen. Zwischen den beiden mittleren Säulen liegt ein rundbogiges Fenster. Hieran schließt sich im Obergeschoss eine Zwerggalerie mit vier gekuppelten Doppelfenstern mit Würfelkapitellen an.

Das Friedhofstor ist ein rundbogiges Kirchenportal aus der Zeit um 1170/1180. Es wurde neu bemalt.[2]

Literatur

Commons: Friedhofskapelle St. Martinus (Bornheim-Merten) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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