Friedrich Alfred Beck
deutscher Philosoph, nationalsozialistischer Politiker
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Friedrich Alfred Beck (* 29. Juni 1899 in Harpen; † 25. August 1985 in Gräfelfing bei München) war ein deutscher nationalsozialistischer Politiker, Philosoph und Pädagoge.
Leben
Friedrich Alfred Beck trat zunächst in den zwanziger Jahren mit Veröffentlichungen zum Philosophen Rudolf Eucken hervor. Zum 1. Oktober 1930 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 318.399).[1] 1933 wurde er Kommissarischer Leiter bei der Regierung in Arnsberg, Hilfsreferent in der Unterrichtsabteilung des Preußischen Kultusministeriums und Ministerialrat im Preußischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst.
1935 promovierte Beck in Königsberg bei Hans Heyse über den Nationalsozialismus als ganzheitliche Einheit von Geist und Leben. Er war überdies Leiter der Hochschule für Politik der NSDAP Westfalen-Süd, trat als Gau- und Reichsredner auf und war als Gaukulturwart tätig.
Beck publizierte in den Jahren 1933 bis 1944 zahlreiche, zum Teil umfangreiche nationalsozialistische Propagandaschriften.
Ab 1939 war er Chefredakteur der Siegener Zeitung.[2]
Von Anfang 1942 bis 1943 war er Leiter des Langen Müller Verlags.
Nach Ende des Nationalsozialismus wurden Becks Schriften in der Sowjetischen Besatzungszone auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.[3][4]
In der Bundesrepublik konnte Beck seine Autoren- und Verlegertätigkeit fortsetzen. Dabei zeigte er sich als bleibender Anhänger des untergangenen Regimes. So erschien 1953 im Friedrich Alfred Beck Verlag, München-Gräfelfing, die Rechtfertigungsschrift „Im Angesicht des Galgens“ des vormaligen und im Ergebnis des Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher hingerichteten Generalgouverneurs des „Generalgouvernements“ Hans Frank.[5]