Friedrich Arnold (Politiker)
deutscher Politiker, Mitglied des bayrischen Landtags
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Werdegang
Arnold besuchte die Grundschulen in Marienbad und Karlsbad sowie die Handelsakademie. 1930 legte er sein Abitur mit Auszeichnung ab. An den Prager Deutschen Hochschulen studierte er Lehramt für Wirtschaftswissenschaften, 1935 legte er das Staatsexamen ab und erhielt die Lehrbefähigung für Handelsakademien und kaufmännische Lehranstalten. 1941 promovierte er an der Deutschen Universität Prag und trat daraufhin in den öffentlichen Schuldienst ein. Später wurde er zum staatlichen Professor der Handelsakademie ernannt, sein Dienstsitz befand sich an der Deutschen Handelsakademie in Aussig an der Elbe. Er nahm als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil, zuletzt war er Offizier im Truppensonderdienst.
Nach dem Krieg ließ er sich in Amberg nieder. Dort gründete er 1946 die berufsbildenden Schulen und das Hanns-Seidel-Wirtschaftsgymnasium, dort übernahm er auch die Schulleitung. Er hatte den Rang des Oberstudiendirektors und verfasste mehrere pädagogische und fachwissenschaftliche Bücher, gehörte dem Bayerischen Landesschulbeirat an und wurde 1951 Regierungsbeauftragter für das Handelsschulwesen in der Oberpfalz. Daneben war er geschäftsführender Präsident des Bayerischen Nordgautages sowie stellvertretender Landesobmann der Union der Vertriebenen.
Politik
Arnold beantragte am 18. Dezember 1938 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. November desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.663.031), allerdings 1941/42 aus der Partei entlassen.[1][2]
Nach dem Krieg wurde er Mitglied der CSU und gehörte dem Landesausschuss der Partei an, außerdem wurde er 1958 Delegierter zum Kulturpolitischen Arbeitskreis der CDU/CSU in Bonn sowie zur Interparlamentarischen Bildungskommission.
Von November 1958 bis zu seinem Tod war er Abgeordneter des Bayerischen Landtags. Er wurde im Wahlkreis Oberpfalz gewählt und gehörte dem Ausschuss für Kulturpolitische Fragen an. Für ihn rückte Bernhard Suttner in den Landtag nach.
Auszeichnungen
- 1952: Nordgau-Kulturpreis der Stadt Amberg in der Kategorie „Nordgauförderung“
- 1965: Bayerischer Verdienstorden
Weblinks
- Friedrich Arnold in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek.
- Biographie beim Bayerischen Landtag
- Friedrich Arnold im Portal Geschichte der CSU der Hanns-Seidel-Stiftung
- Heike Nasritdinova: Arnold, Dr. Friedrich. Eintrag in der Datenbank des Oberpfälzer Kulturbundes (derzeit nicht erreichbar)