Friedrich Maesser
deutscher Maler und Fotograf
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Friedrich August Maesser (* 3. März 1824 in Nöschenrode; † 11. Januar 1900 in Wernigerode) war ein deutscher Porträtmaler und Fotograf. Er fertigte um 1860 die ersten Lichtbilder seiner Heimatstadt an. So fotografierte er Schloss Wernigerode noch im alten Zustand, bevor dessen Umbau 1864 begonnen wurde.[1]


Seine Eltern waren die Mühlenbesitzer Johann Gotthilf und Johanne Catharina, geborene Geerke. 1870 heiratete er Johanne Sophie Christiane Wiele, geborene Severin. Auch ihr gemeinsamer Sohn Johann Karl wurde Fotograf. Zunächst besuchte er jedoch die Oberschule in Wernigerode, um dann Buchbinder zu werden.
Seine künstlerische Ausbildung absolvierte Friedrich Maeeser 1842 an der Kunstakademie Dresden, nachdem er zunächst bei Karl Friedrich Liegel und Ernst Helbig gelernt hatte. Er betätigte sich zunächst als Porträtmaler, dann als Fotograf mit eigenem Atelier in Mühlental. Gelernt hatte er bei Mahnecke in Leipzig. Um 1860 fertigte er die ersten Fotografien von Wernigerode an und damit die ältesten der Stadt, die er um 1880 verließ. Nebenbei malte er weiterhin, jedoch weniger Porträts als vielmehr zwei Christusbilder für die Liebfrauenkirche und ein Altarbild für die Kirche in Hasserode. Auch restaurierte er Gemälde.[2]
Er fotografierte die bereits mit sechs Jahren verstorbene Walpurgis zu Stolberg-Wernigerode (1895–1901), Tochter des Fürsten Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1864–1940) und der Fürstin Marie, geb. Gräfin zu Castell-Rüdenhausen (1864–1942).[3]
Maesser starb am 11. Januar 1900 in Wernigerode.[4]
1908 fotografierte er, wie gemutmaßt wurde, auch Kaiser Wilhelm II. mit der Familie zu Stolberg-Wernigerode und einer Reihe von Gästen im Schlosshof Wernigerode.[5] Da die Aufnahme anlässlich des kaiserlichen Besuches in Wernigerode vom 26. bis 27. Oktober 1908 angefertigt wurde, kann diese Zuordnung nicht zutreffen.
Einige seiner Fotografien werden im Museum Schiefes Haus zu Wernigerode ausgestellt. Die meisten von ihnen messen nur 20 × 15 cm.
Weblinks
- Friedrich Maesser (1824–1900), museum-digital.de
- Website des Museums Schiefes Haus in Wernigerode
- Eintrag im Lexikon der Fotografen von Danuta Thiel-Melerska (gibt die Adresse Burgstr. 55 unmittelbar an der Stadtmauer an)