Friedrich Pichler

österreichischer Schriftsteller und Historiker From Wikipedia, the free encyclopedia

Friedrich (Fritz) Pichler (* 8. Juli 1834 in Klagenfurt; † 11. November 1911 in Graz) war ein österreichischer Historiker und Schriftsteller.[1]

Leben und Wirken

Friedrich Pichler studierte von 1851/52 bis 1855 an der Universität Wien Geschichte, Germanistik und Geographie und setzte sein Studium 1856 an der Universität Graz fort. Seit 1857 war er als Mitarbeiter am Steiermärkischen Landesmuseum („Joanneum“) tätig. Dort gehörte zu seinem Tätigkeitsbereich neben dem Münzen- und Antikenkabinett bald auch das numismatische Kabinett der Universität Graz. 1862 promovierte er an der Universität Graz und habilitierte sich 1866 für Historische Hilfswissenschaften. Zunächst als Privatdozent, seit 1869 als außerordentlicher Professor lehrte er an dieser Hochschule und war Mitdirektor des Archäologischen Kabinetts. Im Jahre 1905 trat Pichler in den Ruhestand. Neben historisch-wissenschaftlichen Arbeiten wirkte er als Schriftsteller und schrieb Novellen, Balladen, Gedichte und Bühnenwerke. In dieser Eigenschaft gehörte er zu der „Norischen Schule“, einem alpenländischen Dichterkreis.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Über steirische Heroldsfiguren. Leykam, Graz 1862.
  • Repertorium der steirischen Münzkunde. Drei Bände. Graz 1865/1867/1875 (Nachdruck: Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1974, ISBN 3-201-00868-0).
  • Seebad Millstatt in Oberkärnten (= Braumüllers Bade-Bibliothek Bd. 91). Braumüller, Wien 1879.
  • (mit Franz von Meran): Das Landes-Zeughaus in Graz. Hiersemann, Leipzig 1880.
  • (mit Peter Rosegger u. Anton von Rauchenfels): Wanderungen durch Steiermark und Kärnten (= Unser Vaterland, Bd. 3). Kröner, Stuttgart 1880.
  • Virunum. Leuschner & Lubensky, Graz 1888.
  • Das epigraphisch-numismatische Cabinett der Universität Graz. Styria, Graz 1901.
  • Austria Romana. Geographisches Lexikon aller zu Römerzeiten in Österreich genannten Berge, Flüsse, Häfen, Inseln, Länder, Meere, Postorte, Seeen, Städte, Strassen, Völker. Drei Bände (= Quellen und Forschungen zur alten Geschichte und Geographie, Bde. 2–4). Avenarius, Leipzig 1902–1904.

Belletristische Werke

  • Balladen. Kleinmayr, Klagenfurt 1857.
  • Christian und Else. Historische Novelle aus der Zeit des westphälischen Friedens. Kleinmayr, Klagenfurt 1857.
  • Runen und Reime. Episches Liederbuch. Richter, Hamburg 1875.
  • Margarethe von Schweden. Novelle in Versen. Meves, Schleswig 1880.
  • Brockmann. Schauspiel in drei Aufzügen. Weichelt, Prag/Wien 1886.
  • Der Müller am Anio. Eine altrömische Komödie. Leuscher & Lubensky, Graz 1893.
  • Der Frankfurter. Eine Geschichte aus dem 18. Jahrhundert. Hilger, Berlin 1900.

Einzelnachweise

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