Friedrich Rickels
deutscher Kommunalpolitiker der NSDAP, von 1935 bis 1945 Oberbürgermeister der Stadt Greifswald
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Leben und Wirken
Friedrich Rickels war zunächst als Postbeamter tätig und nahm am Ersten Weltkrieg teil. Auf dem Zweiten Bildungsweg machte er das Abitur, studierte Volkswirtschaft und wurde 1921 an der Universität Münster promoviert. Nach seiner Entlassung aus dem Postbeamtenverhältnis 1924 war er als selbständiger Steuerberater in Hannover tätig und wurde gleichzeitig ehrenamtlicher Senator des Lister Ordnungsblockes. Zum 13. Juli 1925 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 10.629),[2] für die er von 1929 bis 1934 als Bürgervorsteher und Senator im Magistrat der Stadt Hannover saß. 1931 wurde er innerhalb der NSDAP zum Ortsgruppenleiter von Hannover-List gewählt.
Am 3. Oktober 1935 wurde er für zwölf Jahre zum Oberbürgermeister von Greifswald ernannt.[3]
Während seiner Amtszeit erfolgte am 12. Februar 1940 die Deportation aller in Greifswald verbliebenen jüdischen Einwohner in den Raum Lublin. Der NSDAP-Gauleiter im Gau Pommern Franz Schwede erklärte daraufhin sein Gebiet als erstes im Deutschen Reich für „judenfrei“.
Am 18. November 1937 trat Rickels aus der Evangelischen Kirche aus.[4]
Magon trat auch der Altherrenschaft der 1937 aufgestellten Kameradschaft II Ernst Moritz Arndt des Greifswalder NSDStB bei,[5] der seit 1938 sein Schwiegersohn Heinrich Albrecht († 1943) als Kameradschaftsführer vorstand.[6]
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges im April 1945 flüchtete Rickels vor den anrückenden Roten Armee aus Greifswald. Er wurde daraufhin vom bisherigen Bürgermeister Richard Schmidt vertreten, der am 6. Mai 1945 aus dem Dienst entlassen wurde.
Auszeichnungen
Literatur
- Karin Theilen: Sozialistische Blätter: das Organ der "Sozialistischen Front" in Hannover 1933–1936. Hahnsche Buchhandlung, 2000, S. 161.
Weblinks
- Literatur von und über Friedrich Rickels im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Stadtkreis Greifswald Verwaltungsgeschichte und die Oberbürgermeister auf der Website territorial.de (Rolf Jehke)