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Friedrich von Schuch

1882 bis 1962 Beruf/Funktion Oberregierungsrat ; Jurist Konfession - Namensvarianten Schuch, Friedrich von Von Schuch, Friedrich From Wikipedia, the free encyclopedia

Friedrich Wilhelm Bolcko Josef Schuch, seit 1898 Edler von Schuch (* 15. Januar 1882 in Dresden; † 31. Oktober 1962 in Wolfratshausen), war ein deutscher Jurist. Er war Verwaltungsdirektor der Sächsischen Staatstheater in Dresden.

Leben und Wirken

Er war der Sohn des Dirigenten und Generalmusikdirektors Ernst Schuch, der 1898 nobilitiert wurde. Sein Vater war seit 1875 mit der Koloratursopranistin Clementine von Schuch-Proska (1850–1932) verheiratet. Die Künstlerfamilie hatte seit 1882 einen Sommerwohnsitz in der Niederlößnitz, in der Weintraubenstraße direkt nördlich des Gasthofs Goldene Weintraube (heute Stammhaus der Landesbühnen Sachsen).[1]

Liesel von Schuch (1891–1990), die wie die Mutter eine erfolgreiche Koloratursopranistin wurde, war seine jüngere Schwester. Seine ältere Schwester Käthe (1885–1973; auch verh. Ullmann bzw. Schmidt) schlug ebenfalls die Sängerkarriere ein. Bruder Hans (1886–1963) wurde ein bekannter Cellist. Dessen Tochter Clementine von Schuch (1921–2014) wurde wiederum Opernsängerin.[2]

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Kremsmünster studierte er in Wien, München und Leipzig Rechtswissenschaften. Danach war er als promovierter Jurist in den sächsischen Amtshauptmannschaften Chemnitz und Dippoldiswalde und nach dem Ersten Weltkrieg in der Amtshauptmannschaft Annaberg tätig. 1919 wurde er in das sächsische Ministerium für Volksbildung berufen, wo er zum Oberregierungsrat befördert wurde. Von diesem Ministerium aus wurde er im März 1933 mit der Wahrnehmung der Geschäfte eines Verwaltungsdirektors beim Sächsischen Staatstheater in Dresden beauftragt. Gleichzeitig war er Stellvertreter des Generalintendanten Paul Adolph.[3]

Aufgrund der Freundschaft seines Vaters mit Richard Strauss war er Zeitzeuge vieler Uraufführungen von ihm und stand im Briefwechsel mit dem Komponisten. Darüber veröffentlichte er 1953 eine eigene Publikation, die in mehreren Auflagen erschien. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Bayern.

Schriften (Auswahl)

  • Richard Strauss, Ernst von Schuch und Dresdens Oper. Dresden (1951).
  • Richard Strauss, Ernst von Schuch und Dresdens Oper. Breitkopf & Härtel Musikverlag, Leipzig 1953.

Literatur

Einzelnachweise

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