Friedrun Huemer
österreichische Politikerin, Landtagsabgeordnete und Stadträtin
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Friedrun Huemer (* 28. Februar 1944) ist eine österreichische Politikerin (Grüne) im Ruhestand. Sie war von 1996 bis 2001 Nichtamtsführende Stadträtin in Wien.

Leben
Die Psychologin Friedrun Huemer promovierte in Biologie und hat ihre politischen Wurzeln in der Ökologiebewegung der 1970er Jahre. Huemer arbeitete bei den Wiener Grünen zunächst in der Landesorganisation mit und war zwischen dem 9. Dezember 1991 und dem 29. November 1996 Abgeordnete zum Wiener Landtag und Mitglied des Wiener Gemeinderats.
Im Jänner 1993 initiierte Huemer mit André Heller, Josef Haslinger, Helmut Schüller und der Organisation SOS Mitmensch eine von 200.000 bis 300.000 Personen besuchte Protestkundgebung gegen die FPÖ und ihr gegen ausländische Staatsangehörige gerichtetes Programm der Petition der „Zwölf Punkte“. Bei der Kundgebung auf dem Heldenplatz in Wien gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit nahmen neben zahlreichen Gewerkschaftern und Künstlern auch Regierungsmitglieder und der Bundespräsident teil.[1]
Sie wurde am 27. November 1996 als Stadträtin ohne Ressort in der Landesregierung Häupl II angelobt, der sie bis zum Ende der Regierungsperiode am 27. April 2001[2] angehörte. Huemer war Kultursprecherin der Grünen, ihre inhaltlichen Schwerpunkte lagen zudem im Bereich Soziales und Menschenrechte. So engagierte sich Huemer unter anderem für die Initiative SOS Mitmensch und kämpfte gegen sexuelle Diskriminierung. Seit 2006 ist Friedrun Huemer Obfrau von HEMAYAT – Betreuungszentrum für Folter- und Kriegsüberlebende.
Friedrun Huemer ist mit dem Journalisten Peter Huemer verheiratet.