Fritz Fischer (Biathlet)
deutscher Biathlet (geb. 1956)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Friedrich „Fritz“ Fischer (* 22. September 1956 in Kelheim) ist ein ehemaliger deutscher Biathlet und Biathlontrainer.
| Fritz Fischer | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Voller Name | Friedrich Fischer | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verband | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 22. September 1956 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Kelheim | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beruf | Biathlontrainer | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | SC Ruhpolding | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Trainer | Norbert Baier | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Debüt im Weltcup | 1981 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weltcupsiege | 10 (7 Einzelsiege) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 1993 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weltcupbilanz | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gesamtweltcup | 1. (1987/88) 2. (1986/87) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Werdegang
Fritz Fischer wuchs als Sohn eines Maurers mit drei Schwestern und zwei Brüdern in Kelheim auf, seine Mutter stammte aus einer hier ansässigen Landwirtsfamilie. Mit 14 Jahren nahm er eine Schlosserlehre auf. Sportliche Betätigung fand für ihn nach eigener Darstellung vor allem in der Natur und bei der Mitarbeit in der Landwirtschaft auf dem Bauernhof des Großvaters statt. Mit 15 Jahren unternahm er mit Freunden eine 22-stündige Tour am Montblanc Der Start von Fischers Biathlon-Karriere war ein 5000-Meter-Langlauf zu Beginn der Wehrdienstpflicht, bei dem Fischer schneller als sein Ausbilder war. Dieser hat sich für die Sportkarriere von Fischer eingesetzt und für eine Versetzung nach Bad Reichenhall gesorgt. Später ging es zum Biathlon, wo der frühere Bundestrainer Jürgen Seifert den Skijäger entdeckte. Mit 24 Jahren zog er in seine Wahlheimat Ruhpolding, den Standort des Biathlon-Leistungszentrums.[1]
Mit 23 Jahren wurde er für die Olympische Winterspiele 1980 in Lake Placid nominiert, wo er im Sprintrennen über 10 Kilometer den 27. Platz belegte. Nach seinem Debüt im Biathlon-Weltcup 1981 konnte er im Januar 1984 seinen ersten Einzelsieg erringen. Bei den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajewo gewann er in der Staffel mit Ernst Reiter, Walter Pichler und Peter Angerer die Bronzemedaille. In der Saison 1986/87 wurde er Zweiter im Gesamtweltcup, den er in der folgenden Saison gewinnen konnte.
Bei Weltmeisterschaften gewann er zwischen 1981 und 1993 sechs Medaillen mit der Staffel und der Mannschaft. Sein größter WM-Erfolg im Einzelrennen war die Bronzemedaille über 20 Kilometer bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 1989.
Sein größter Erfolg war der Gewinn der Goldmedaille mit der 4 × 7,5-km-Staffel bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville, seiner vierten Olympiateilnahme. Vier Jahre vorher war er der Fahnenträger der bundesdeutschen Mannschaft bei der Schlussfeier der Olympischen Winterspiele 1988 in Calgary, bei denen er mit der Staffel die Silbermedaille gewonnen hatte. Nach den Biathlon-Weltmeisterschaften 1993, bei denen er im Mannschaftswettbewerb mit Frank Luck, Steffen Hoos und Sven Fischer Weltmeister wurde, beendete er seine aktive Karriere
Seit 1996 betreibt Fischer seinen eigenen Biathlon Camp in Ruhpolding.[2]
2006 wurde ihm der Bayerische Sportpreis in der Kategorie „Botschafter des bayerischen Sports“ verliehen.[3]
Er war als Disziplintrainer der deutschen Herren-Nationalmannschaft tätig und danach als Trainer des Biathlonnachwuchses im Chiemgau am Stützpunkt Ruhpolding. Ab der Saison 2010/11 bis zum Ende der Saison 2013/14 mit dem Höhepunkt der olympischen Winterspiele in Sotschi war er nochmals Disziplintrainer der deutschen Männermannschaft.[4] Danach arbeitete er als Scout für den DSV.
Fischers Brüder Georg und Markus waren ebenfalls aktive Biathleten. Er ist in zweiter Ehe verheiratet und dreifacher Vater.[1]
Statistik
Weltcup
Weltcupsiege
| Einzelrennen | Staffelrennen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
Olympische Winterspiele
| Einzel | Sprint | Staffel | |
|---|---|---|---|
| Olympische Winterspiele 1980 |
– | 27. | – |
| Olympische Winterspiele 1984 |
7. | 8. | |
| Olympische Winterspiele 1988 |
23. | 12. | |
| Olympische Winterspiele 1992 |
– | – |
Weltmeisterschaften
| Einzelwettbewerbe | Staffelwettbewerbe | |||
|---|---|---|---|---|
| Einzel | Sprint | Staffel | Mannschaft | |
| Weltmeisterschaften 1981 |
5. | 19. | nicht ausgetragen | |
| Weltmeisterschaften 1982 |
15. | 15. | 4. | |
| Weltmeisterschaften 1983 |
10. | 13. | 4. | |
| Weltmeisterschaften 1985 |
16. | 6. | ||
| Weltmeisterschaften 1986 |
22. | 17. | DSQ | |
| Weltmeisterschaften 1987 |
9. | 40. | ||
| Weltmeisterschaften 1989 |
17. | 6. | ||
| Weltmeisterschaften 1990 |
25. | 46. | – | – |
| Weltmeisterschaften 1991 |
13. | 6. | – | |
| Weltmeisterschaften 1993 |
– | – | – | |
Weblinks
- Biathloncamp – Trainer Fritz Fischer
- Fritz Fischer in der Datenbank der Internationalen Biathlon-Union (englisch)
- Fritz Fischer in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)