Fritz Goetz

deutscher Journalist From Wikipedia, the free encyclopedia

Fritz Goetz (geboren als Isidor Goetz 2. April 1876 in Breslau; gestorben 8. März 1957 in Tel Aviv) war ein deutscher Journalist.

Leben

Isidor Goetz war ein Sohn des Jakob Goetz und der Sara Rosen, er hatte drei Geschwister, darunter die 1880 geborene Schriftstellerin Ruth Goetz. Er studierte orientalische und klassische Sprachen. Goetz arbeitete ab 1904 im Ullstein Verlag und wurde Verlagsdirektor und Chefredakteur für die Berliner Morgenpost. Als Ressortleiter für Kommunalpolitik bei der Vossischen Zeitung stellte er Moritz Goldstein als seinen Vertreter ein[1]. Er war Vorsitzender der Berliner Kommunalpolitischen Pressekonferenz. Goetz war außerdem als Dozent bei Emil Dovifat am Zeitungswissenschaftlichen Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin tätig.

Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 wurde er als Jude bei Ullstein entlassen. Er wurde eine Zeit im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Er flüchtete nach seiner Entlassung nach Frankreich, wo er sich Frédéric Goetz nannte und Chefredakteur der Zeitschrift Le Croc war. Im Jahr 1938 emigrierte er nach Palästina. Dort publizierte er 1951 in hebräischer Sprache eine Weltgeschichte des Zeitungswesens. Eine Untersuchung zur Entwicklung der öffentlichen Meinung in Deutschland in der ersten Jahrhunderthälfte kam nicht mehr zur Veröffentlichung.

Schriften

  • Tōlēdōt hāʿittōnūt hāʿōlāmit. Jerusalem, 1951

Literatur

  • Goetz, Fritz, in: Werner Röder, Herbert A. Strauss (Hrsg.): Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben. München: Saur, 1980, S. 228

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI