Fritz Urbschat

deutscher Wirtschaftspädagoge (1884-1970) From Wikipedia, the free encyclopedia

Fritz Urbschat (* 14. Dezember 1884 in Gumbinnen; † 14. Januar 1970 in Langen, Hessen) war ein deutscher Wirtschaftspädagoge und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

Der aus dem ostpreußischen Gumbinnen stammende Fritz Urbschat ließ sich zunächst zum Volksschullehrer ausbilden und war im Schuldienst tätig. Erst nach dem Ersten Weltkrieg studierte er Pädagogik, Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Universität Königsberg. Dort promovierte er 1929/30 bei Friedrich Emil Otto Schultze. Nachdem er sich dort auch habilitiert hatte, wurde er außerordentlicher Professor an der 1915 gegründeten Handelshochschule Königsberg. Als Direktor des dortigen Handelsschulpädagogischen Seminars gehörte er zu den frühen Vertretern des Fachgebiets Wirtschaftspädagogik. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte Urbschat ab 1948 noch als Hochschullehrer in Mannheim, Saarbrücken und Darmstadt wirken. Die Goethe-Universität Frankfurt ernannte ihn 1954 zum emeritierten Professor für Wirtschaftspädagogik. Somit konnte er auch in Frankfurt/M. noch seine Tätigkeit für den Aufbau der Wirtschaftspädagogik einbringen.

Im Jahre 1962 veröffentlichte Fritz Urbschat eine "Geschichte der Handelshochschule Königsberg/Pr.".

Schriften

  • Die kaufmännischen Berufs- und Fachschulen in Ostpreußen. Tilsit 1924.
  • Praktische Handelskunde mit Schriftverkehr. Drei Bände. Maukisch, Freiberg i. Sa. 1927–1929.
  • Einfluß der Berufserfahrung auf den Erfolg des kaufmännischen Unterrichts. Maukisch, Freiberg i.Sa. 1930 (= Dissertation Universität Königsberg).
  • Das Seelenleben des kaufmännisch-tätigen Jugendlichen. Ein Beitrag zur Psychologie der berufstätigen Jugend. Beltz, Langensalza 1932.
  • Grundlagen einer Geschichte der Berufserziehung. Zwei Bände. Beltz, Langensalza 1936/1937.
  • Berufserziehung im Lichte der neuen Erziehungswissenschaft. In: Friedrich Feld (Hrsg.): Grundfragen der Erziehung für Beruf und Wirtschaft. Einführende Übersicht über die wirtschaftspädagogischen Hauptprobleme in Theorie und Praxis. Kohlhammer, Stuttgart 1939, S. 47–59.
  • Pestalozzi und die Industriepädagogen. In: Die deutsche Berufs- und Fachschule. Monatsschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Bd. 48 (1952), H. 4, S. 241–246.
  • Der Zusammenhang von Wirtschaft und Erziehung zur Zeit des Merkantilismus. In: Karl Abraham (Hrsg.): Gedanken zur Wirtschaftspädagogik. Festschrift für Friedrich Schlieper zum 65. Geburtstag am 5. März 1962. Lambertus-Verlag, Freiburg/Br. 1962, S. 39–49.
  • Die Geschichte der Handelshochschule Königsberg/Pr. (= Veröffentlichungen / Göttinger Arbeitskreis, Bd. 255). Holzner, Würzburg 1962.

Literatur

  • Urbschat, Fritz. In: Antonius Lipsmeier/Dieter Münk (Hrsg.): Biographisches Handbuch der Berufs- und Wirtschaftspädagogik sowie des beruflichen Schul-, Aus-, Weiterbildungs- und Verbandswesens. Steiner, Stuttgart 2019, S. 557f.

Einzelnachweise

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