Frontstollentruhe
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Als Frontstollentruhen (auch Stollentruhen genannt) bezeichnet man gotische Truhen, die auf Pfosten (althochdeutsch: stollo) ruhen. Die bis in das 12. Jahrhundert zurückreichende Konstruktion besteht aus vier aufrechtstehenden Bohlen, an denen die Querbretter der Längs- und Seitenwände befestigt sind.[1]


Frontstollentruhen haben sich in den niedersächsischen Frauenklöstern in großer Zahl erhalten. Sie wurden von den Novizinnen mitgebracht und bargen deren persönlichen Besitz. In den Klöstern Wienhausen und Lüne existieren noch sogenannte Truhengänge.
Literatur
- Karl Heinrich von Stülpnagel: Die gotischen Truhen der Lüneburger Heideklöster: Entwicklung - Konstruktion - Gestaltung. Hrsg.: Stiftung Museumsdorf Cloppenburg. Museumsdorf Cloppenburg, Cloppenburg, ISBN 978-3-923675-81-4, S. 40–45.
- Karl Heinrich von Stülpnagel: Alte Truhen der Lüneburger Heide. Darstellung anhand von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Beispielen aus bäuerlichem Besitz (= Materialien zum Museumsbesuch. Band 23). Landwirtschaftsmuseum Lüneburger Heide, Suderburg 1997 (auch in: Heimatkalender für Stadt und Kreis Uelzen 64 (1996), ISSN 0937-3748, S. 141–160).
- Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland und Ruhrlandmuseum Essen (Hrsg.): Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern. Katalog zur Ausstellung, Hirmer Verlag, München 2005, ISBN 3-7774-2565-6, S. 437 (Foto 343 und dazugehöriger Text).
Weblinks
- Frontstolltentruhe auf Diu Minnezeit