Fuertesimalva
Gattung der Familie Malvengewächse (Malvaceae)
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Fuertesimalva ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Malvengewächse (Malvaceae).[1] Die etwas 16 Arten sind in der Neotropis in Mexiko, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Bolivien, Peru, Chile und nordwestlichen Argentinien verbreitet.[1]
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Fuertesimalva peruviana | ||||||||||||
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| Fryxell |
Beschreibung

Vegetative Merkmale
Fuertesimalva-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen. Die Stängel sind aufsteigend bis aufrecht.[2] Die oberirschen Pflanzenteile sind mit Sternhaaren flaumig behaart (Indument).[2]
Die wechselständig an den Stängeln angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und -spreite gegliedert. Die Blattspreite ist im Umriss ei- bis kreisförmig und meist handförmig gelappt oder geteilt. Der Blattrand ist gekerbt oder gezähnt. Auf der Blattoberseite sind manchmal angedrückte einfache Trichome vorhanden.[2]
Generative Merkmale
Manchmal stehen die Blüten einzeln, meistens sind mehrere in achselständischen Blütenständen in Wickeln angeordnet. Es ist ein Nebenkelch aus zwei oder drei fadenförmigen Deckblättern vorhanden.[2]
Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle.[2] Meist fünf, selten vier Kelchblätter sind verwachsen und mit Sternhaaren flaumig behaart.[2] Die Blütenkrone ist kürzer bis etwas länger als der Blütenkelch. Die Kronblätter sind purpurfarben, manchmal weiß.[2] Die vielen Staubblätter zu einer den Stempel umgebenden Röhre verwachsen, der sogenannten Columna – es kann kahl oder flaumig behaart sein –, aber der obere Bereich der Staubfäden ist frei. Das Androeceum überragt die Blütenkrone nicht.[2] Die Staubbeutel sind manchmal purpurfarben.[2] Es sind selten nur fünf meist einige, bis zu 16 Fruchtblätter sind zu einem fünf- bis mehrfächerigen Fruchtknoten verwachsen. Die 5 bis 16 Griffel enden in kopfigen Narben.[2]
Die kahlen, abgeflachten Spaltfrüchte zerfallen meist in 5 bis 16 Teilfrüchte. Die hufeisenförmigen Teilfrüchte sind Schließfrüchte mit unregelmäßigen, querliegenden Leisten, die sich manchmal bei nebeneinanderliegenden Teilfrüchten verzahnen.[2][3] Manchmal ist ein kleines Endoglossum vorhanden.[2]


Systematik
Taxonomie
Die meisten Arten dieser Gattung wurden ursprünglich der Gattung Urocarpidium zugeordnet.[2] Die Gattung Fuertesimalva Fryxell wurde durch Paul A. Fryxell in Fuertesimalva, a new genus of neotropical Malvaceae. in Sida, Volume 17, 1996, S. 70 aufgestellt.[2] Der Gattungsname Fuertesimalva ehrt den Spanischen Botaniker Javier Fuertes Aguilar, der zur Systematik der Malvaceae gearbeitet hat und dem „Fuertes“ wurde die verwandte Gattung Malva hinzugefügt. Die Typusart ist Fuertesimalva limensis (L.) Fryxell.
Äußere Systematik
Die Gattung Fuertesimalva gehört zur Sphaeralcea-Allianz aus der Tribus Malveae in der Unterfamilie Malvoideae innerhalb der Familie der Malvaceae. Innerhalb dieser Verwandtschaftsgruppe wird die Stellung und Umfang der Gattungen noch diskutiert.[4]
Arten und ihre Verbreitung
Die Fuertesimalva-Arten sind in der Neotropis in Mexiko, Kolumbien, Bolivien, Venezuela, Ecuador, Peru, Chile und im nordwestlichen Argentinien verbreitet.[1] Je eine Art kommt auf den Galapagosinseln und den Desventuradas-Inseln vor.[1]
Es gibt seit 2015 etwa 16 Arten in der Gattung Fuertesimalva:[1]
- Fuertesimalva chilensis (A.Braun & C.D.Bouché) Fryxell: Sie kommt von Peru über das nördliche bis ins zentrale Chile vor.[1]
- Fuertesimalva corniculata (Krapov.) Fryxell: Sie kommt nur in der peruanischen Region Lima vor.[1]
- Fuertesimalva echinata (C.Presl) Fryxell: Sie ist von Peru sowie Bolivien bis ins nordwestliche Argentinien verbreitet.[1]
- Fuertesimalva insularis (Kearney) Fryxell: Die gefährdete Art kommt auf den Galapagosinseln vor.[1]
- Fuertesimalva jacens (S.Watson) Fryxell: Sie kommt in Mexiko vor.[1]
- Fuertesimalva killipii (Krapov.) Fryxell: Sie kommt von Kolumbien bis Ecuador vor.[1]
- Fuertesimalva leptocalyx (Krapov.) Fryxell: Sie kommt in Peru vor.[1]
- Fuertesimalva limensis (L.) Fryxell: Sie ist in Mexiko und Kolumbien über Bolivien sowie Venezuela bis Ecuador sowie verbreitet.[1]
- Fuertesimalva macrocarpa (Krapov.) Krapov. (Syn.: Urocarpidium macrocarpum Krapov.): Diese Neukombination erfolgte 2015. Sie kommt in Peru vor.[1]
- Fuertesimalva multilobata Krapov.: Sie wurde 2015 aus Bolivien erstbeschrieben.[1]
- Fuertesimalva pennellii (Ulbr.) Fryxell: Sie kommt in Peru vor.[1]
- Fuertesimalva pentacocca (Krapov.) Fryxell; Sie kommt vom westlichen Bolivien bis zur argentinischen Provinz Catamarca vor.[1]
- Fuertesimalva pentandra (K.Schum.) Fryxell: Sie ist vom südlichen-zentrale Bolivien bis ins nordwestliche Argentinien verbreitet.[1]
- Fuertesimalva peruviana (L.) Fryxell: Sie kommt von Peru über das nördliche bis ins zentrale Chile vor.[1]
- Fuertesimalva sanambrosiana (D.M.Bates) Fryxell: Dieser Endemit kommt nur auf den Desventuradas-Inseln vor.[1]
- Fuertesimalva stipulata (Fryxell) Fryxell: Sie kommt nur in der peruanischen Region Cajamarca vor.[1]