Funkstation Deutsch-Altenburg

ehemalige große Sendeanlage für Lang- und Kurzwellenfunk in Bad Deutsch-Altenburg in Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Funkstation Deutsch-Altenburg war eine große Sendeanlage für kommerziellen Lang- und Kurzwellenfunk in Bad Deutsch-Altenburg, Radiostraße 1, in Niederösterreich. Sie wurde unter anderem über Initiative des Technikers Emo Descovich[1] (1878–1952) als k.k. Großradiostation zwischen 1915 und 1918[2] von russischen Kriegsgefangenen erbaut[3] und verwendete in der Anfangszeit eine an einem 150 m hohen Mast aufgehängte Antennenanlage. Da aber der von Telefunken gefertigte Sender bei einem Brand zerstört wurde, verzögerte sich die komplette Inbetriebnahme der Station bis 1919.

Schnelle Fakten Turm/Mast 1, Turm/Mast 2 ...
Funkstation Deutsch-Altenburg
Bild des Objektes
Sendestation im Jahr 1963
Sendestation im Jahr 1963
Basisdaten
Ort: Bad Deutsch-Altenburg
Bundesland: Niederösterreich
Staat: Österreich
Höhenlage: 179 m ü. A.
Verwendung: Fernmeldeanlage
Abriss: 1980er Jahre
Daten zur Sendeanlage
Turm/Mast 1
Höhe: 150 m
Bauzeit: 1916–1917
Betriebszeit: 1919–1925


Turm/Mast 2
Höhe: 100 m
Bauzeit: 1925
Betriebszeit: 1925–1953


Turm/Mast 3
Höhe: 100 m
Bauzeit: 1953
Betriebszeit: 1953–1980er Jahre


Turm/Mast 4
Höhe: 100 m
Bauzeit: 1953
Betriebszeit: 1953–1980er Jahre


Turm/Mast 5
Höhe: 100 m
Bauzeit: 1953
Betriebszeit: 1953–1980er Jahre
Wellenbereiche: LW-Sender, KW-Sender
Sendetypen: Analoges Fernsehen, PAL, SECAM, NTSC, Digitales Fernsehen, DVB-T, DVB-T2, DVB-T2 HD, DVB-H, DAB, DRM, Kabelkopfstelle, Mobilfunk, Richtfunk, Mobiler Landfunk, Mobiler Seefunk, BOS-Funk, Amateurfunkdienst
Positionskarte
Funkstation Deutsch-Altenburg (Niederösterreich)
Funkstation Deutsch-Altenburg (Niederösterreich)
Funkstation Deutsch-Altenburg
Lokalisierung von Niederösterreich in Österreich
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1925 erhielt die Station eine neue Antennenanlage mit einem 100 Meter hohen, freistehenden Stahlfachwerkturm.[4] Der Kraftstrom wurde im Wege einer Überlandleitung von der Gemeinde Wien bezogen.[5]

1953 erhielt die Funkstation Deutsch-Altenburg noch eine neue Langwellenantenne, die von drei 100 m hohen, abgespannten Stahlfachwerkmasten getragen wurde. In den 1980er Jahren wurde die Funkstation Deutsch-Altenburg aufgelassen. Die komplette Antennenanlage wurde demontiert. Es sind neben den Gebäuden noch Fundamentreste der einstigen Antennenträger vorhanden.

Literatur

  • Josef Mayer, Leo Högelsberger: Großradiostation Deutsch-Altenburg. In: Elektrotechnik und Maschinenbau. Zeitschrift des Elektrotechnischen Vereines in Wien. Organ der Vereinigung Österreichischer und Ungarischer Elektrizitätswerke / Elektrotechnik und Maschinenbau. Zeitschrift des Elektrotechnischen Vereines in Wien( und Organ des Zweigvereines Brünn) / E. u. M. (E und M) Elektrotechnik und Maschinenbau. Zeitschrift des Elektrotechnischen Vereines in Wien / E und M Elektrotechnik und Maschinenbau. Zeitschrift des Elektrotechnischen Vereines in Wien von 1883 bis 1938 / E und M Elektrotechnik und Maschinenbau. Organ/Zeitschrift des Elektrotechnischen Vereines Österreichs, Jahrgang 1921, Nr. 1/1921 (XXXIX. Jahrgang), S. 2–9. (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/emb
  • Emo Descovich (Text), Hans Nawratil (Vorwort): Was ist Radio? J. Rubinstein, Wien 1924, OBV.

Einzelnachweise

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