Furalaxyl

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Furalaxyl ist ein Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff aus der Gruppe der Acylalanine, ein 1977 von Ciba-Geigy eingeführtes systemisches Fungizid.[1]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformeln von Furalaxyl (Racemat)
1:1-Gemisch der (S)-Form (links) und der (R)-Form (rechts)
Allgemeines
Name Furalaxyl
Andere Namen
  • Methyl-N-(2,6-dimethylphenyl)-N-2-furoylalaninat
  • (RS)-Methyl-N-(2,6-dimethylphenyl)-N-2-furoylalaninat
  • (±)-Methyl-N-(2,6-dimethylphenyl)-N-2-furoylalaninat
  • Methyl-N-(2,6-dimethylphenyl)-N-(2-furylcarbonyl)-DL-alaninat
  • Fungarid
  • Fonganil
Summenformel C17H19NO4
Kurzbeschreibung

weiße Kristalle[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 57646-30-7
EG-Nummer 260-875-1
ECHA-InfoCard 100.055.323
PubChem 42504
ChemSpider 38763
Wikidata Q19280071
Eigenschaften
Molare Masse 301,34 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,22 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

70 °C und 84 °C (zwei Kristallisationsformen)[1]

Löslichkeit

sehr schwer in Wasser (0,23 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[2]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 302412
P: 273301+312+330[2]
Toxikologische Daten

940 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Herstellung

Furalaxyl kann ausgehend von 2,6-Dimethylanilin und 2-Brompropionsäuremethylester gewonnen werden, deren Produkt mit Furan-2-carbonsäurechlorid weiterreagiert.[4] Bei der Synthese entsteht ein 1:1-Gemisch (Racemat) der (S)-Form und der (R)-Form des Wirkstoffs.

Verwendung

Furalaxyl wirkt sowohl protektiv als auch kurativ und wird vor allem im Zierpflanzenanbau unter Glas verwendet. Dort dient es der Bekämpfung von Bodenpilzen (Pythium, Phytophthora) und Oomyceten wie Falscher Mehltau.[1]

Der Wirkstoff hemmt die Synthese der ribosomalen RNA.[5]

Zulassung

Furalaxyl war von 1979 bis 1989 in der BRD zugelassen.[6]

In den Staaten der EU und in der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[7]

Einzelnachweise

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