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Furnace (Album)

Musikalbum des Trios Free Fall From Wikipedia, the free encyclopedia

Furnace ist ein Musikalbum des Trios Free Fall. Die am 16. und 17. Oktober 2002 auf den Festiviteten in Eidsvoll, Norwegen, entstandenen Aufnahmen erschienen 2003 auf dem Label Wobbly Rail.

Veröffent-
lichung

2003

Label(s)

Wobbly Rail

Format(e)

CD, Download

Schnelle Fakten Livealbum von Free Fall, Veröffent-lichung ...
Furnace
Livealbum von Free Fall

Veröffent-
lichung

2003

Aufnahme

16./17. Oktober 2002

Label(s)

Wobbly Rail

Format(e)

CD, Download

Genre(s)

Jazz

Titel (Anzahl)

7

Länge

45:10

Besetzung

Aufnahmeort(e)

Eidsvoll, Norwegen

Chronologie
— Furnace Amsterdam Funk
(2005)
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Hintergrund

Als ein Klarinettentrio ohne Schlagzeug, benannt nach einem bahnbrechenden Album eines derartigen Trios (nämlich Free Fall des Jimmy Giuffre Trios von 1963) präsentierte der Holzbläser Ken Vandermark 2003 seine Trioformation mit den Norwegern Håvard Wiik am Piano und Ingebrigt Håker Flaten am Bass. Vandermark, der in seinen Produktionen häufig ältere Musiker würdigt, verwies hier auf das wegweisende Trio Jimmy Giuffres mit Paul Bley und Steve Swallow. Darüber hinaus ist das Album eine Hommage an Merce Cunningham, Frank O’Hara, Eric Dolphy und Bill Evans.[1]

Das Trio Free Fall setzte seine Zusammenarbeit mit den Alben Amsterdam Funk (2005), The Point in a Line (2007) und Gray Scale (2010) fort.[2]

Titelliste

  • Free Fall: Furnace (Wobbly Rail – WOB013)[3]
  1. Inside Out (For Paul Bley) 5:04
  2. The Spell of Introspection 3:56
  3. Hopscotch (For Merce Cunningham) 4:45
  4. Furnace (For Frank O’Hara) 4:19
  5. Into the Air (For Eric Dolphy) 7:58
  6. Half Past Soon (For Bill Evans) 7:36
  7. Momento (Havard Wiik) 3:33
  8. Halfway (Havard Wiik) 4:34
  9. Emergency (Havard Wiik) 3:25

Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Ken Vandermark.

Rezeption

Ken Vandermark (2017)

In seinen Begleittexten zu Furnace würde Vandermark ausdrücklich klarstellen, dass das Trio keine Jimmy-Giuffre-Tribute-Band sein soll, doch ließen die Instrumentierung und Herangehensweise dennoch einen starken Einfluss erkennen, meint Derek Taylor in Dusted. Die sieben Stücke des Albums bewegten sich in einem ähnlichen musikalischen Terrain wie Giuffres stilbildendes Trio mit dem Pianisten Paul Bley und dem Bassisten Steve Swallow. Freier Kontrapunkt und ein gleichberechtigter Umgang mit Melodie prägten regelmäßig ihre Kompositionen. Vandermarks Klarinettenspiel würde besinnlich wirken, ähnlich wie Giuffres mal melancholische, mal idyllische Art. Doch es gebe auch Passagen von tänzerischer Lebendigkeit, in denen sein Instrument um die von seinen Kollegen aufgestellten harmonischen Hindernisse flattere und tanze, wie etwa im komplexen Titeltrack. Flatens pulsierende Muster im Opener „Inside Out“, einer Hommage an Paul Bley, blieben bestehen, während Wiiks kaskadenartige Läufe die scheinbar der Schwerkraft trotzende Kraft des Trionamens widerspiegelten. Vandermark würde zwischen den Tönen oszillieren und verweilen, wobei er geschwungene, poröse Linien erzeuge, die durch die hohen Lagen seiner Klarinette springen und wirbeln würden.[4]

Wie schon bei früheren Widmungen würde die Musik für sich stehen und auf jegliche Imitationsversuche verzichten, meint Rex Butters in All About Jazz. Für Hörer, die Vandermark als den „großen Wind aus Chicago“ kennen würden, zeige [die Musik von] Freefall, dass er nicht nur Klang, sondern auch Raum formen kann.[1]

Bei Ken Vandermarks Griff zur B-Klarinette würde sich nicht nur eine ganz neue Klangfarbe bei einem Musiker offenbaren, der bereits auf verschiedenen Blasinstrumenten eine unverwechselbare Persönlichkeit besitze. Vielmehr hätten sein kraftvoller Ton und seine Spielhaltung eine Autorität und Wucht, die man auf diesem Instrument selten höre, meint Mike Shanley (JazzTimes). Neben der bemerkenswerten Fähigkeit der Musiker, die Musik auch in den ruhigsten Momenten voranzutreiben, in denen die Richtung unklar erscheine, sollte man Furnace vor allem wegen des Klangs der Aufnahme entdecken, der die Wärme eines Kammerensembles mit der Kraft experimentierfreudiger Improvisation verbinde.[5]

Einzelnachweise

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