Furui Yoshimi
japanischer Politiker und Rechtsanwalt
From Wikipedia, the free encyclopedia
Furui Yoshimi (japanisch 古井 喜実; * 4. Januar 1903 in Gunge, Präfektur Tottori; † 3. Februar 1995 in Suginami, Tokio) war ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (LDP), der unter anderem zwischen 1960 bis 1961 Minister für soziale Fürsorge sowie von 1978 bis 1979 Justizminister war.

Leben
Furui Yoshimi absolvierte ein Studium an der Kaiserlichen Universität Tokio und war nach dessen Abschluss als Rechtsanwalt und Beamter im Innenministerium tätig und war als Nachfolger von Tsujiyama Jihei von 1943 bis zu seiner Ablösung durch Hisashi Imai 1944 Gouverneur der Präfektur Ibaraki. Nachdem er als Nachfolger von Machimura Kingo[1] von 1944 bis zu seiner Ablösung durch Mizuike Ryō 1945 Direktor des Polizeibüros im Innenministerium war, löste er 1945 Nadao Hirokichi[2] als Vizeminister des Inneren ab, wurde aber bereits noch 1945 von Saka Chiaki abgelöst. Am 10. Juni 1945 übernahm er von Obata Tadayoshi den Posten des Gouverneure der Präfektur Aichi und verblieb in dieser Funktion bis zum 19. August 1945, woraufhin Fukumoto Ryūichi zum neuen Gouverneur ernannt wurde. Er war zeitweise auch Direktor der Japanisch-Chinesischen Freundschaftshalle, eine gemeinnützige Stiftung und eine von sieben Organisationen, die die japanisch-chinesische Freundschaft fördern sowie früher der China-Abteilung des Büros für Asien- und Ozeanienangelegenheiten im Außenministerium unterstand.
Am 2. Oktober 1952 wurde Furui erstmals Mitglied des Repräsentantenhauses (Shūgiin) des Parlaments (Kokkai) und vertrat in diesem bis zum 13. November 1972 die Präfektur Tottori. Innerhalb der Liberaldemokratischen Partei (LDP) fungierte er zeitweilig als stellvertretender Vorsitzender des Politischen Forschungsrates sowie als Vorsitzender der Forschungskommission für Sicherheit. Am 8. Dezember 1960 wurde er als Minister für soziale Fürsorge in das Kabinett Ikeda II berufen und bekleidete dieses Ministeramt bis zum 18. Juli 1961, woraufhin Nadao Hirokichi seine Nachfolge antrat.[3] Nachdem er einige Jahre nicht dem Repräsentantenhaus angehört hatte, wurde er am 10. Dezember 1976 erneut dessen Mitglied und vertrat bis zum 27. November 1983 abermals die Präfektur Tottori. Am 7. Dezember 1978 übernahm er im Kabinett Ōhira I den Posten des Justizministers und behielt diesen bis zum 9. November 1979.
Veröffentlichungen
- Kaisei hōrei no moto ni okeru senkyo jimu to senkyo shukusei undō, („Wahlverwaltung und Wahlbereinigungskampagnen gemäß den überarbeiteten Gesetzen“), Ryōsho Fukyūkai, Tokio 1935
- Senkyo hōki, Nihon Hyōronsha, Tokio 1936
- Chikujō Shisei Chōsonsei teigi, Ryōsho Fukyūkai, Tokio 1937, Neuauflage 1944
- Warera no Senkyohō, Kaiguchi Shoten, Tokio 1948
- Hōchū shoken, 1959
- Kenkō wa mizukara ga tsukuru, 1966
- Asu o mitsumete, 1967
- Nitchū ryōkoku o tsunagu, 1968
- Nitchū jūhachinen, 1978
- Ichiseijika no jinsei, 1979
- Shushō no shokumu kengen, Makino Shuppan, Tokio 1983
- Sawayaka na jinsei izuko, („Wo findet man ein erfrischendes Leben?“), Makino Shuppan, Tokio 1984
Weblinks
- Furui, Yoshimi. rulers.org, abgerufen am 18. April 2026 (englisch).
- Yoshimi Furui. Prabook, abgerufen am 16. April 2026 (englisch).