Führerhauptquartier S III
geplantes und nicht fertiggestelltes Führerhauptquartier in Thüringen
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Das Führerhauptquartier S III, auch Führerhauptquartier Olga war ein seit 1944 in Bau befindliches als Führerhauptquartier geplantes unterirdisches Bauwerk im Jonastal bei Ohrdruf in Thüringen.[1]
Geschichte
Der Bau erfolgte im Rahmen der „Sondermaßnahmen“ unter der Leitung der Organisation Todt und SS-Gruppenführer Hans Kammler und wurde als „Sonderelbe Jasmin“ in den Akten geführt wurde, wobei „S III“ für Sondermaßnahme III stand.
Die SS richtete in der Folge auf dem Lagergelände bei Ohrdruf ein „Außenkommando Ohrdruf S III“ des KZ Buchenwald ein. Das Lager bestand in der Zeit vom 6. November 1944 bis Anfang April 1945. Ab Ende 1944 errichteten tausende Häftlinge des KZ Buchenwald unter lebensbedrohlichen Bedingungen bei Ohrdruf ein weitläufiges Stollen- und Bunkersystem. Es befand sich zwischen Arnstadt, Wechmar und Ohrdruf und sollte sowohl als Hauptquartier als auch als unterirdisches Zentrum der Rüstungsproduktion dienen. Ein Führerhauptquartier, wenngleich geplant, wurde nie fertiggestellt.[2]
Am 4. April 1945 wurde Ohrdruf von der 4. US-Panzerdivision erobert, die in Ohrdruf ein Durchgangslager für entlassene sowjetische Kriegsgefangene errichteten.[3]
Weblinks
- Das Projekt S III und Olga ( vom 4. Mai 2005 im Internet Archive)
Literatur
- Christel Focken: FHQ "Führerhauptquartiere" – S III – Olga & Burg – (Thüringen), Helios-Verlag, Aachen 2021, ISBN 978-3-86933-277-2.