HK416

Sturmgewehr des deutschen Waffenherstellers Heckler & Koch From Wikipedia, the free encyclopedia

Das HK416 ist ein Sturmgewehr des deutschen Waffenherstellers Heckler & Koch. Das Gewehr ist als Ordonnanzwaffe bei den norwegischen und französischen Streitkräften im Einsatz und seit Dezember 2025 als G95 bei der Bundeswehr. Des Weiteren ist es bei verschiedenen militärischen Spezialeinheiten und Polizeikräften in Verwendung.

Schnelle Fakten Allgemeine Information, Ausstattung ...
HK416
HK416 HK416N der norwegischen Armee mit Aimpoint CompM4-Rotpunktvisier und Vorderschaftgriff
Allgemeine Information
Zivile Bezeichnung HK MR223
Militärische Bezeichnung HK416
Einsatzland siehe Nutzerstaaten
Entwickler/Hersteller Heckler & Koch
Entwicklungsjahr 2004
Produktionszeit seit Februar 2006
Modellvarianten siehe Modellvarianten
Waffenkategorie Sturmgewehr
Ausstattung
Gesamtlänge 690 – 1030 mm
Gewicht (ungeladen) 3,02 – 3,85 kg
Lauflänge 264 – 505 mm
Technische Daten
Kaliber 5,56 × 45 mm NATO
Mögliche Magazinfüllungen 10, 20 oder 30 Patronen
Munitionszufuhr STANAG-Magazin
Kadenz etwa 850[1] Schuss/min
Feuerarten Einzel-, Dauerfeuer, Feuerstoß
Anzahl Züge 6
Drall rechts; 177,8 mm
Visier offene Visierung
Montagesystem Picatinny-Schiene
Verschluss Drehkopfverschluss
Ladeprinzip Gasdrucklader
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Geschichte und Namensgebung

Die Waffe ist ein Nachfolger des eingestellten Projektes HK XM8, das wiederum aus dem eingestellten Objective Individual Combat Weapon (OICW)-Programm entsprang. Sie wurde als Ersatz für die M16- und M4-Gewehre konzipiert. Der ursprüngliche Name der Waffe war „HK M4“, was vermutlich eine Anspielung auf das M4 war. Nach einer Klage von Colt Defense wurde das Gewehr in „HK416“ umbenannt, was eine erneute Anspielung sowohl auf das M4 als auch auf das M16 darstellt.[2] Die Idee für diese Waffe entstand bei Heckler & Koch nach der Überarbeitung des britischen Waffensystems SA80 der Royal Small Arms Factory, zu einer Zeit, als beide Unternehmen zum Konzern British Aerospace/Royal Ordnance gehörten. Entwicklung und Erprobung fanden in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Spezialeinheit Delta Force statt.[2]

Das HK417 ist die Variante des HK416 im Kaliber 7,62 × 51 mm NATO.

Beschaffung

Französische Streitkräfte

Ende der 2000er-Jahre wurde klar, dass die Französischen Streitkräfte einen Nachfolger für das veraltete FAMAS benötigten. So wurden bereits im Dezember 2007 für das Commandement des forces spéciales terrestres 150 HK416 als Sofortbedarf bestellt; im September 2008 folgten für das Commandement des opérations spéciales weitere 2000.[3] Dadurch, dass mit der Auflösung des Herstellers des FAMAS, der Société Manufacturière d’Armes (auch bekannt als Manufacture nationale d’armes de St-Etienne), im Jahr 2001 auch kurz darauf die Munitionsfabriken von GIAT (heute: Nexter) geschlossen wurden, war sehr früh klar, dass das neue Sturmgewehr nicht aus Frankreich kommen würde. So sagte im Oktober 2011 General Bertrand Ract-Madoux, Stabschef der Armee, vor dem Verteidigungsausschuss des Senats über den Ersatz des Sturmgewehrs durch eine ausländische Waffe: „Was den Ersatz der FAMAS betrifft, so bedauere ich wie Sie, dass diese Waffe nicht französisch sein kann.“[4]

Französischer Soldat mit HK416F und HK269F-Granatwerfer
Französische Fremdenlegionäre mit HK416F und Bajonett SG 2000 WC-F

Nachdem im Jahr 2011 offiziell bekanntgegeben wurde, dass ab dem Jahr 2013 ein neues Sturmgewehr beschafft werden soll, wurde am 14. Mai 2014 die Ausschreibung für das Beschaffungsprogramm Arme Individuelle Future (AIF) (‚Einzelschützenwaffe der Zukunft‘) veröffentlicht.[5] Am 22. September 2016 wurde von der Direction générale de l’armement (DGA) der Großauftrag zur Lieferung über 100.000 Sturmgewehre des Typs HK416 A5 an Heckler & Koch erteilt. Es wird damit als neue Standardwaffe aller Teilstreitkräfte eingeführt.[6][7][8] Des Weiteren wurden bei dieser Vergabe 10.767 HK269F-Granatwerfer bestellt. Das HK416 setzte sich damit gegen das FN SCAR von FN Herstal, das SIG MCX von SIG Sauer, das ARX-160 von Beretta und das VHS-2 von HS-Produkt durch.[9][10] Der Zulauf der Waffe begann im Jahr 2017 und umfasst rund 16.000 Stück pro Jahr. Die Anschaffung einer Waffe, die nicht in Frankreich gebaut wird, führte zu einer politischen Debatte. So kritisierte im französischen Präsidentschaftswahlkampf Arnaud Montebourg den Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian hierfür und forderte eine Überarbeitung des FAMAS, was aber aus oben dargestellten Gründen nicht möglich war.[4]

Bundeswehr

Ausschreibung und Vergabeverfahren

Mit der Entscheidung im August 2015, dass das G36 von H&K bei der Bundeswehr ausgemustert werden soll, begann ein jahrelanger Prozess zur Auswahl des Nachfolgers. So begann im April 2017 das Ausschreibungs- und Vergabeverfahren für die etwa 120.000 neuen Sturmgewehre, das – ähnlich wie der Streit um das G36 – am Ende von mehreren Gerichten entschieden wurde. Bereits Ende des Jahres 2017 beschloss SIG Sauer, mit dem Sturmgewehr MCX nicht an der Ausschreibung teilzunehmen, da sie zu stark auf H&K zugeschnitten sei und im Ausschreibeverfahren spezifiziert sei, dass das Gewehr nicht auf der ITAR-Liste stehen dürfe und damit faktisch frei von Komponenten aus US-amerikanischer Herkunft sein müsse.[11] Im Jahr 2018 stieg auch Rheinmetall aus, die zusammen mit dem österreichischen Gewehrhersteller Steyr Mannlicher das RS556 anbieten wollten.[12][13] Im Ergebnis blieben im Vergabeverfahren nur noch H&K und C. G. Haenel übrig.

Im Oktober wurde vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) bekanntgegeben, dass weder das HK433 und HK416 von H&K noch das MK 556 von Haenel die Anforderungen erfüllten und den Anbietern eine Nachbesserungsfrist bis zum 15. Februar 2019 eingeräumt wurde. Bemängelt wurde insbesondere, dass die „Erfüllung einzelner Muss-Forderungen durch die vorgestellten Sturmgewehre nicht erbracht werden konnte“ und der Bundesrechnungshof die geforderte Durchschlagsleistung kritisch sah.[14][15] Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist ebenfalls, dass im Mai 2019 ein Brief von Heckler & Koch direkt an die damalige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gesandt wurde. In diesem Schreiben bemängelte die Geschäftsleitung unter anderem, dass die Ausschreibung „den Bedürfnissen der Truppe nicht gerecht“ werde, sie zu einem „munitionsbedingt leistungsschwachen Gewehrmodell“ führe und „nicht den Einsatzbedingungen und den Mindestanforderungen an den Eigenschutz der Soldaten“ entspreche. Im Kern bemängelte H&K, dass die Anforderungen nicht mit dem kleineren Kaliber zu erfüllen seien, sondern nur mit dem größeren Kaliber 7,62 × 51 mm NATO, wobei dann das geforderte Gewicht nicht einzuhalten sei. Auch monierte H&K, dass die Spezifikationen mit einem Präzisionsgewehr vergleichbar wären und sich nicht an einer Standardwaffe orientieren würden.[16][17]

Im September 2020 wurde das Ergebnis des Vergabeverfahrens bekanntgegeben: Es wurde entschieden, das MK 556 von Haenel als neue Ordonnanzwaffe für die Bundeswehr zu beschaffen.[18] Gegen diese Entscheidung legte H&K Einspruch ein, da H&K zum einen Patentverletzungen durch Haenel monierte und zum anderen rechtswidrige Absprachen zwischen dem Beschaffungsamt und Haenel stattgefunden hätten.[19]

Nach der Entscheidung des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg), C. G. Haenel mit dem MK 556 vom Auswahlverfahren zur Produktion einer Ordonnanzwaffe der Bundeswehr auszuschließen,[20] entschied sich das BMVg für das HK416, Modellvariante A8, als zukünftiges Standardgewehr der Bundeswehr.[21][22][23] Die im Rahmen der Beschaffung anhängigen Klagen wurden am 22. Juni 2022 vom Oberlandesgericht Düsseldorf endgültig abgewiesen, so dass das HK416 A8 das neue Sturmgewehr der Bundeswehr werden kann.[24][25] Am 14. Dezember 2022 billigte der Bundestag den Kauf von 118.000 Exemplaren des HK416 für die Bundeswehr.[26] Aufgrund der Bedrohungslage und Aufwuchs der Bundeswehr wurde 2025 die Bestellung auf 250.000 Stück erhöht, wobei der Hersteller jährlich mindestens 20.000 Sturmgewehre liefern soll.[27]

Berichte über angebliche Präzisionsprobleme

In einigen Medien wurde berichtet, dass H&K bei der zuständigen Fachebene eine Senkung der Präzisionsanforderungen anstrebte, die aber zunächst abgelehnt wurde. Laut den Berichten ließ die Präsidentin des BAAINBw, Gabriele Korb, jedoch die Anforderungen am 23. Januar 2023 senken. Der Bundesrechnungshof ermittelte diese Ungereimtheiten und erkundigte sich nach den Gründen, worauf vom Verteidigungsministerium angeblich die Senkung der Anforderungen mit dem Zeitplan gerechtfertigt wurde. Das Gewehr würde damit bei der Bundeswehr eingeführt werden, obwohl noch nicht alle Nachweisprüfungen durchgeführt wurden.[28][29] Der Bundesrechnungshof macht im Bericht ebenfalls deutlich, dass es ein typisches Problem der Bundeswehr sei, dass die späteren Nutzer nicht von Beginn an in die Auswahl und Tests neuer Waffen eingebunden sind, was durch Beschwerden aus der Truppe bestätigt wurde.[30]

Nach Angaben des Sprechers des Verteidigungsministeriums und des Sprechers des BAAINBw gab es keine Ungereimtheiten oder Abweichungen und keine Herabsetzung der Anforderungen an das Gewehr. Demnach befanden sich im Januar 2024 fünf Exemplare des G95 bei der WTD91 zur „integrierten Nachweisführung“, wo es zu Abweichungen kam. Daraufhin sei zivile Präzisionsmunition verwendet worden, um sicherzustellen, dass die Waffe gemessen wurde und nicht die Munition; dies war auch vertraglich so vorgesehen. Diese Präzisionsmunition ist aber nur in einem gewissen Temperaturbereich zugelassen. Zudem wurde ein Zielfernrohr und ein spezieller Schießbock verwendet. Die Bundeswehr führt eine neue Standardmunition („DM11A1“) ein, mit der die Waffe die Anforderungen erfüllt. Sowohl mit der zivilen Präzisionsmunition als auch mit der neuen Standardmunition hätten die Waffen den Test bestanden. Die DM11A1 ist in einem Temperaturbereich von −51 bis +51 °C zugelassen. Die Nachweisführung wurde im Februar 2024 abgeschlossen, anschließend hat Waffe die Einsatzerprobung in ausgewählten Truppenteilen begonnen. Erst dann wurden nach Angabe des Verteidigungsministeriums die Lieferverträge unterschrieben.[28][29][31][32]

Zeitplan und Benennung bei der Bundeswehr

Die ersten Standard-Exemplare wurden am 5. Dezember 2025 dem Panzergrenadierbataillon 122 übergeben.[27] Das Gewehr wird nun schrittweise in der Bundeswehr als G95A1 (Standardvariante mit dem Hauptkampfvisier Elcan Specter DR 1-4x mit Rotpunkt und umschaltbarer einfacher bzw. vierfacher Vergrößerung)[33] und G95KA1 (kürzere Variante für Spezialeinheiten)[34] eingeführt.

Technik

Funktionsweise des Impulskolbens am Beispiel eines AR-18

Das HK 416 verwendet als Gehäuseunterteil im Wesentlichen das System M4A1, einer Version der AR15- oder M16-Baureihen, das von verschiedenen Herstellern gefertigt wird. Es handelt sich dabei um einen Gasdrucklader mit kurzem Hub und Drehkopfverschluss. Bei diesem System wird der zum Entriegeln des Drehkopfverschlusses notwendige Impuls an der Gasentnahmebohrung am Lauf abgenommen und von einem Impulskolben an den Verschlussträger übertragen. Die Verschmutzung der Mechanik durch Pulvergase und Verbrennungsrückstände verbleibt an der Gasentnahmebohrung und vor dem Impulskolben, was die Funktionssicherheit gegenüber Systemen mit direkter Beaufschlagung des Verschlussträgers, wie beim M16, verbessert (siehe dazu: Zuverlässigkeit des M16).[35] Der Rückstoß und das Gewicht werden durch dieses Kolbensystem jedoch geringfügig erhöht und der Lauf kann weniger frei schwingen.

Die Waffe verfügt über einen kaltgehämmerten Lauf und kann sowohl im ge- als auch im entspannten Zustand gesichert werden. Der Vorderschaft ist freischwingend und mit vier ringsum angeordneten Picatinny-Schienen zur Aufnahme von Zubehör ausgestattet. Spätestens mit der Ausführung 5 (A5) wurden die Picatinny-Schienen durch die NATO-Schiene (STANAG 4694) ersetzt.[36] Die Schulterstütze ist um etwa 10 Zentimeter einschiebbar, so dass die Waffe an die Armlänge des Schützen angepasst werden kann oder in räumlich enger Umgebung weniger hinderlich ist.

Der Magazinschacht ist unten aufgeweitet, um das Einführen eines Magazins zu erleichtern. Es werden Magazine verwendet, die dem nicht ratifizierten STANAG 4179 entsprechen.[36] Der Magazinlöseknopf befindet sich auf der rechten Seite vor dem Abzug. Damit dieser nicht versehentlich gedrückt wird, ist er von abgerundeten Rippen umgeben. Wird der Knopf gedrückt, fällt das Magazin bei normaler Lage der Waffe von alleine aus dem Magazinschacht. Auf der rechten Seite befindet sich eine durch Schenkelfedern gespannte Staubschutzklappe, die sich öffnet, wenn sich der Verschluss nach hinten bewegt. Die Klappe kann dann wieder manuell geschlossen werden. Hinter dem Auswurffenster befindet sich ein Hülsenabweiser. Dieser soll verhindern, dass die ausgeworfenen Patronenhülsen das Gesicht von linkshändigen Schützen treffen. Hinter dem Hülsenabweiser befindet sich eine vom Schützen per Hand zu betätigende Schließhilfe (englisch forward assist). Diese wird nach vorne gedrückt, falls sich der Verschluss nicht alleine durch die Kraft der Schließfeder nach vorne bewegt.

Das HK416 besitzt die Over-the-beach (OTB)-Fähigkeit. Das heißt, die Waffe kann ohne Zerstörungsgefahr abgefeuert werden, selbst wenn sie vorher vollständig in Wasser eingetaucht war.[37][36]

Der beidhändig bedienbare Spannschieber befindet sich auf dem aus Metall bestehenden Waffengehäuse und bewegt sich beim Schießen nicht. Die Waffe besitzt einen Verschlussfang mit einem Verschlussfanghebel auf der linken Seite. Für die Waffe sind auf Wunsch beidseitige Bedienelemente, ein Druckpunktabzug sowie weitere Lauflängen lieferbar. Unter dem Lauf kann der 40-mm-Granatwerfer AG36 befestigt werden.

Einen zusätzlichen wirtschaftlichen Anreiz, diese Waffe zu beschaffen, bietet Heckler & Koch mit dem sogenannten „Upgrade Package Kit“. Hierbei werden bestehende Komponenten anderer Sturmgewehre integriert.[38]

Zuverlässigkeit

Ende des Jahres 2007 unterzog das US-Militär das HK416 einem intensiven Staub- und Sandtest. Hintergrund war die Ankündigung der US Army, die in bestimmten Situationen unzuverlässigen M4 bis einschließlich 2009 für die Truppen im Irak und Afghanistan zu ersetzen. Um die Verlängerung der M4-Beschaffung zu unterbinden, ordnete das amerikanische Repräsentantenhaus daraufhin diesen Test an, an dem auch das FN SCAR und das HK XM8 teilnahmen.[39] Pro Waffentyp wurden insgesamt 60.000 Schuss aus jeweils 10 baugleichen Waffen abgegeben, nachdem diese in mehreren Runden in einer Staubkammer wiederholt starker Sandstaubbelastung ausgesetzt wurden. Das HK416 belegte dabei mit 233 Ladehemmungen den dritten Platz, hinter dem XM8 (127 Ladehemmungen) und dem SCAR (226 Ladehemmungen). Alle drei Gewehre erwiesen sich damit als weitaus zuverlässiger als das M4 mit 882 Ladehemmungen.[39][40]

Modellvarianten

Norwegischer Soldat mit einem HK416N während einer Übung
Ein Soldat der U.S. Army Asymmetric Warfare Group mit einem HK416 D14.5RS (Vordergrund) im Juni 2006 im Irak
Ein schallgedämpftes D10RS im Dienst der polnischen Einheit GROM bei einer Pressedemonstration im Mai 2011

Es gibt 9 Varianten des HK416:

Weitere Informationen Variante, Gesamtlänge mm ...
Variante Gesamtlänge[A 1] mm Lauflänge mm Höhe mm Breite mm Gewicht[A 2] kg
HK416 D10RS 797 (701) 264 240 78 3,02 (3,64)
HK416 D14.5RS 900 (804) 368 3,49 (4,11)
HK416 D16.5RS 951 (855) 419 3,56 (4,18)
HK416 D20RS 1037 (941) 505 3,855 (4,475)
HK416C 690 (560) 228 236 2,95 (3,57)
HK416 A5 – 11″ (G38C 11″) 805 (709) 279 240 74 3,12 (3,74)
HK416 A5 – 14.5″ (G38K 14,5″) 893 (797) 368 3,49 (4,11)
HK416 A5 – 16.5″ 944 (848) 419 3,56 (4,18)
HK416 A5 – 20″ 1030 (934) 505 3,85 (4,47)
HK416 A7 (G95K) 890 (808) 368 3,67 (4,29)
HK416 A8 – 14.5″ (G95KA1)
HK416 A8 – 16″ (G95A1)
  1. Gesamtlänge: Schulterstütze ausgezogen (Schulterstütze eingeschoben).
  2. Gewicht: ohne Magazin (mit vollem Magazin).
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Änderungen der Modellreihe HK416 A5:

  • Die Montage für das Klappkorn am Lauf ist unabhängig von der Gasabnahme, wurde weiter nach vorn Richtung Mündungsfeuerdämpfer verlegt und verfügt über eine Bajonettwarze.
  • Die Gasabnahme wurde so modifiziert, dass sie ohne Werkzeug zur Verwendung mit Schalldämpfern eingestellt werden kann.
  • Der Handschutz wurde über die Gasabnahme hinweg verlängert. Dadurch sollte die Sturzresistenz verbessert werden.
  • Feuerwahl-, Verschlussfang- und Magazinauslösehebel sind beidseitig vorhanden. Dadurch kann die Waffe von Links- und Rechtsschützen gleich gut bedient werden.
  • Die obere Picatinny-Schiene ist durchgehend.
  • Der Abzugsbügel wurde vergrößert, so dass die Waffe auch mit dicken Handschuhen bedient werden kann.
  • Die Magazinkompatibilität mit den M16/M4 wurde verbessert.
  • Aus den ursprünglichen Griffstückvarianten V2 (mit erweiterter Handauflage) und V4 (ergonomischer Griff mit Staufach für Werkzeug) wurde der Griff V7 mit erweiterter Handauflage und Staufach.
  • Bei den neueren HK416-A5-Modellen wird eine Schulterstütze ohne Staufach und ohne seitliche Wangenauflage verwendet. Dadurch wurde die Waffe im Vergleich zum HK416D mit Schulterstütze mit beidseitiger seitlicher Wangenauflage 4 mm schmaler.
  • Die Farbe des G95 ist grünbraun. Dies ermöglicht gegenüber einer in schwarzen gehaltenen Optik eine bessere Tarnung in verschiedenen Geländearten und weniger Reflexion im Infrarotbereich.[41]

Änderungen der Modellreihe HK416 A7:

  • Anpassung am Slim-line-Handschutz
  • Einführung der Cerakote-Beschichtung (Keramik-Beschichtung)
  • Veränderung des Sicherungshebels mit 45°-Rasten.

Lizenzen

  • Turkei Türkei: MKEK, Sarsılmaz und Kalekalıp haben Lizenzen erworben. Angeblich wollen die türkischen Streitkräfte das HK G3 und HK 33E durch in Lizenz hergestellte HK416 oder HK417[42] unter dem Namen Mehmetçik-1 ersetzen.[43] Seit dessen Vorstellung 2008 gibt es keine neuen Informationen zum Status des Mehmetçik-1-Projektes. Im Jahr 2014 wurde das MKEK Mehmecik MPT-76 vorgestellt, ebenfalls ein möglicher G3-Ersatz.[44]

Nutzerstaaten (Auswahl)

GIGN-Angehörige mit einem HK416 und einer MP5
Kampfschwimmer der Korps Commandotroepen mit einem HK416 D10RS

Sonstiges

Laut einem Bericht verwendete das SEAL Team 6 diese Waffe zur Tötung von Osama Bin Laden.[64]

Literatur

Commons: HK416 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • HK416 – Offizielle Produktseite des HK416 auf heckler-koch.com
  • The HK416 The M16 has finally been fixed Cal 5.56 mm x 45. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 7. März 2016; (englisch).
  • Maxim Popenker: Heckler-Koch HK-416 carbine / assault rifle. In: modernfirearms.net. Modern Firearms; (englisch).

Einzelnachweise

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