Gabazin

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Gabazin (SR-95531) ist ein selektiver, potenter allosterischer GABAA-Rezeptor-Antagonist, der von der Firma Sanofi Recherche, heute Sanofi 1986 entwickelt und vorgestellt wurde.[3][4]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformel von Gabazin (SR-95531)
Allgemeines
Name Gabazin
Andere Namen

2-(3-Carboxypropyl)-3-amino-6-(4 methoxyphenyl)pyridaziniumbromid

Summenformel C15H17N3O3 · HBr
Kurzbeschreibung

weißes Pulver[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 104104-50-9
PubChem 107895
ChemSpider 4925141
Wikidata Q5515280
Eigenschaften
Molare Masse 368,23 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser zu 25 mM und DMSO zu 100 mM[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[1]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Wirkung

Ähnlich wie andere GABAA-Rezeptor Antagonisten, z. B. Picrotoxin und Bicucullin wirkt es konvulsiv und erregend auf das Nervensystem. Angewandt in der Maus sorgt es für einen tonisch-klonischen Krampfanfall.[5] Gabazin reduziert den GABA-vermittelten synaptischen inhibitorischen Chlorid-Strom in die Zelle. So wird eine inhibitorische Hyperpolarisation verhindert und Gabazin wirkt effektiv exzitatorisch. Gabazin wirkt selektiver auf den GABAA-Rezeptor als andere Blocker. Es kann beispielsweise durch Barbiturate und Steroide (wie Pentobarbital und Alphaxalon) ausgelöste Ströme nur bedingt hemmen.[4] Es ersetzt GABA mit einer Dissoziationskonstante von Ki=230 nM.[6] Die Wirkung ist ähnlich zu der des natürlichen Bicucullins und beide Verbindungen werden in Studien zur Funktion und Bedeutung des GABAA-Rezeptors verwendet.[7]

Einzelnachweise

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