Gabriela Wiener

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Gabriela Wiener (* 1975 in Lima) ist eine peruanische Schriftstellerin und Journalistin.[1][2] Ihr Roman Huaco retrato (2021) wurde 2024 für den International Booker Prize nominiert.[3][2]

Gabriela Wiener (2024)

Leben

Wiener wuchs in einem politisch geprägten Elternhaus als Tochter des linken Publizisten Raúl Wiener und der Sozialarbeiterin Elsi Bravo auf.[2] Sie studierte Literatur und Linguistik an der Päapstlichen Katholischen Universität von Peru.[2][1] Seit 2003 lebt sie in Spanien, zunächst in Barcelona und seit 2011 in Madrid.[1][4] Ein biografischer Schlüssel ihres späteren Werks ist die Auseinandersetzung mit dem Forschungsreisenden Charles Wiener, einem Vorfahren, dessen Aneignung präkolumbischer Objekte und koloniale Sicht sie literarisch kritisch befragt.[5][6]

Wirken

Wieners Schreiben wird der lateinamerikanischen crónica und dem Gonzo-Journalismus zugerechnet und befasst sich, ausgehend von autobiografischer Verletzlichkeit, mit Kritik an kolonialen, patriarchalen und rassistischen Ordnungen.[6][7] Sie profilierte sich mit Sexografías (2008) und Nueve lunas (2009); 2016 veröffentlichte sie überdies den Gedichtband Ejercicios para el endurecimiento del espíritu.[2][8] Portrait huaco war ihr erste Roman; zugleich kann das Buch in eine Linie mit ihren Performances wie Qué locura enamorarme yo de ti gestellt werden.[9][6] Im Jahr 2024 veröffentlichte sie Atusparia, das 2025 mit dem Premio Ciutat de Barcelona in der Kategorie Literatur in spanischer Sprache ausgezeichnet wurde.[4] 2025 arbeitete sie außerdem als Gasteditorin des von ihr zeitweise in Yegua de Troya umbenannten Programms von Caballo de Troya und stellte es mit dem migrantischen Literaturprojekt Sudakasa in einen Zusammenhang.[1]

Commons: Gabriela Wiener – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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